KlosterGeorgenthal

Zisterzienserklosterruine Georgenthal

Zisterzienserklosterruine Georgenthal

Die Reste des Zisterzienserklosters können besichtigt werden

Die Zisterzienserklosterruine Georgenthal, gelegen in Gotha, Thüringen, ist ein Zeugnis mittelalterlicher Klosterkultur. Die Überreste der einst bedeutenden Abtei bieten heute einen Einblick in die Architektur und das Leben der Zisterziensermönche in dieser Region.

Geschichte+

Das Kloster Georgenthal wurde um 1140 gegründet und war den Heiligen Maria, Georg und Benedikt geweiht. Es wurde 1152 durch Graf Sizzo III. von Käfernburg als Familienkloster auf dem Georgenberg bei Altenbergen gestiftet. Die ersten Mönche kamen direkt aus dem französischen Mutterkloster Morimond. Zwischen 1186 und 1192 erfolgte die Verlegung der Anlage ins Tal. Das Kloster erlangte großen Einfluss und umfangreichen Grundbesitz. Die Grafen von Kevernburg dienten bis zu ihrem Aussterben 1385 als Schutzvögte, danach übernahmen die Landgrafen von Thüringen aus dem Haus Wettin diese Rolle. Seine Blütezeit erreichte das Kloster zu Beginn des 16. Jahrhunderts. Im Jahr 1525 wurde die Abtei während des Bauernkriegs geplündert und weitgehend zerstört. Die endgültige Auflösung des Klosters erfolgte 1528.

Lage+

Die Klosterruine Georgenthal befindet sich in der Stadt Gotha im Bundesland Thüringen, Deutschland. Die Anlage liegt auf einer Höhe von etwa 395 Metern über dem Meeresspiegel.

Vor Ort+

Von der ursprünglichen Klosteranlage sind heute nur noch Ruinen sichtbar. Die Grundmauern wurden jedoch zwischen 1840 und 1906 freigelegt, wodurch die Ausmaße der dreischiffigen, kreuzförmigen Basilika mit Staffelchor erkennbar sind. Ein besonderes Merkmal ist der Säulenraum an der Nordseite des Chores, der den Unterbau der einzigen zweistöckigen Abtwohnung bildete. Im Gelände befindet sich zudem die Grabplatte des Gründers Graf Sizzo III. von Käfernburg und seiner Frau, eine Stiftung aus dem Jahr 1895. Der untere Teil eines romanischen Klosterbrunnens wurde an seinem ursprünglichen Standort im Kreuzgang wieder aufgestellt. Das ehemalige Kornhaus, ein massiver Bau mit einer Maßwerksrose, ist erhalten und beherbergt heute ein Heimatmuseum. Auch das kreuzgratgewölbte Pförtnerhaus aus dem 13. Jahrhundert ist noch vorhanden.

In der Naehe+
  • Schloss Georgenthal (Schloss, 179 m)
  • Benediktinerkloster St. Michael, Ohrdruf (Kloster, 5170 m)
  • Schloss Ehrenstein (Schloss, 5263 m)
  • Karmelitenkloster Ohrdruf (Kloster, 5288 m)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://www.wehrbauten.de/thread.php?threadid=542

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 50.8290, 10.6613