Pfarrkirche
Zisterzienserkloster Rosengarten, Neuenkamp

Das ehemalige Zisterzienserkloster Rosengarten, auch bekannt als Neuenkamp, ist ein bedeutendes Kulturdenkmal in Mecklenburg-Vorpommern. Gelegen in Vorpommern-Rügen, zeugt es von der mittelalterlichen Klosterkultur in Norddeutschland. Obwohl nur noch ein Teil der ursprünglichen Anlage erhalten ist, bietet der Ort einen Einblick in die reiche Geschichte der Region.
Geschichte+
Die Gründung des Klosters Neuenkamp erfolgte im Jahr 1231, als Fürst Wizlaw I. von Rügen dem Abt Arnold von Camp die Erlaubnis zum Bau eines Tochterklosters erteilte. Der Konvent bezog 1233/34 den Standort, der den Namen Rosetum sanctae Mariae trug. Die Stiftung umfasste umfangreiche Ländereien, darunter den Ort Richtenberg mit einer Salzquelle, sowie das Recht, Siedler verschiedener Nationalitäten und Berufe anzusiedeln. In den folgenden Jahrzehnten entstanden auf gerodetem Waldgebiet zahlreiche Siedlungen. Das Kloster erwarb weitreichenden Grundbesitz in Pommern, Rügen und Mecklenburg, wobei der Fokus auf Mühlen und Fischereirechten lag. Bereits 1257 besaß die Zisterze einen Handelshof in Stralsund. Um 1280 lebten über 60 Mönche und 50 Konversen im Kloster. Die Klosterkirche, eine große gotische Hallenkirche aus Backstein, wurde zwischen 1280 und 1300 errichtet. Im Jahr 1296 wurde auf Hiddensee das Tochterkloster St. Nikolaus gegründet. Im 15. Jahrhundert geriet das Kloster in wirtschaftliche Schwierigkeiten, konnte sich jedoch unter Abt Johann Sasse wieder erholen. Nach der Säkularisation im Jahr 1535 wurde das Kloster in ein herzogliches Amt umgewandelt. Die Klosterkirche wurde 1580 zu einer Schlosskirche umgebaut, wobei nur noch der südliche Querflügel erhalten blieb.
Lage+
Das einstige Zisterzienserkloster befindet sich in der Region Vorpommern-Rügen in Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland. Es liegt auf einer Höhe von etwa 18 Metern über dem Meeresspiegel.
Vor Ort+
Heute ist lediglich ein Abschnitt der ehemaligen Klosterkirche erhalten, der als Pfarrkirche dient. Dieser Teil wurde im 16. Jahrhundert zu einer Schlosskirche umgestaltet und ist als Kulturdenkmal geschützt.
In der Naehe+
- Schloss Franzburg (Schloss, 130 m)
- Gutshaus Müggenhall (Herren- und Gutshaus, 1405 m)
- Gutshaus Grenzin (Herren- und Gutshaus, 3125 m)
- Gutshaus Hohenbarnekow (Herren- und Gutshaus, 4965 m)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Darkone (talk · contribs) / CC BY-SA 2.5 via Wikimedia Commons
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Lage: 54.1861, 12.8756