Pfarrkirche, Veranstaltungszentrum, Heimatmuseum, Bibliothek
Zisterzienserinnenkloster Zarrentin

Das ehemalige Zisterzienserinnenkloster Zarrentin, ein bedeutendes Baudenkmal in Mecklenburg-Vorpommern, liegt idyllisch am Schaalsee. Die Anlage, die heute noch den historischen Ostflügel umfasst, zeugt von einer langen und wechselvollen Geschichte.
Geschichte+
Die Gründung des Klosters erfolgte im Jahr 1246 durch Gräfin Audacia und ihren Sohn Gunzelin III. von Schwerin. Ursprünglich mit Ländereien im Raum Neustadt-Glewe ausgestattet, wurde das Kloster 1251 nach Zarrentin verlegt. 1252 bestätigte der Ratzeburger Bischof Friedrich die Stiftung und stellte es unter den Schutz der Apostel Petrus und Paulus. Obwohl Papst Alexander IV. dem Kloster 1255 den Namen „Himmelpforte“ verlieh, setzte sich dieser nicht durch. Im Vergleich zu anderen Klöstern des 13. und 14. Jahrhunderts war Zarrentin zwar nicht übermäßig reich, besaß jedoch 21 Dörfer und neun Mühlen und bezog Abgaben aus weiteren Ortschaften. Es diente als Bildungs- und Erziehungsstätte und war den Töchtern des mecklenburgischen Adels und Lübecker Patrizierfamilien vorbehalten. Im Zuge der Reformation wurde das Kloster 1553 auf Befehl Herzog Johann Albrechts I. von Mecklenburg aufgelöst. Die Nonnen erhielten Abfindungen und durften bis zu ihrem Lebensende in der Anlage wohnen.
Lage+
Das Kloster Zarrentin befindet sich in Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland, direkt am Schaalsee. Es liegt auf einer Höhe von etwa 43 Metern über dem Meeresspiegel.
Vor Ort+
Nach der Reformation diente die Anlage verschiedenen Zwecken. Die ehemalige Klosterkirche wird bis heute als Pfarrkirche der Gemeinde Zarrentin genutzt. Der ursprünglich vierseitige Kreuzgang mit dem Nonnenfriedhof ist heute eine Grünfläche. Erhalten geblieben ist der gotische Ostflügel, dessen Kreuzrippengewölbe mit kunstvollen Schlusssteinen und Konsolen beeindrucken. Dieser Flügel wurde umfassend saniert und beherbergt heute ein Veranstaltungszentrum, ein Heimatmuseum und eine Bibliothek. Eine Dauerausstellung im Kreuzgangbereich widmet sich der Geschichte des Klosters.
In der Naehe+
- Herrenhaus Stintenburg (Herren- und Gutshaus, 4692 m)
- Gutshaus Neuhof (Herren- und Gutshaus, 5724 m)
- Herrenhaus Groß Zecher (Herren- und Gutshaus, 5721 m)
- Gutshaus Tessin (Herren- und Gutshaus, 7191 m)
Nimm Mobile Geschichte mit auf die Reise
Diesen Text liest du gerade kostenlos. Mit Premium kommt dazu, was unterwegs zählt: Beschreibungen vorlesen lassen, Objekte durch die Kamera finden, Regionen offline mitnehmen.
- Alle Beschreibungstexte, auch die der ~17.700 Premium-Objekte
- Audio-Guide: Beschreibungen unterwegs vorlesen lassen
- AR-Sucher: Objekte durch die Kamera sehen, mit Entfernung und Richtung
- Unbegrenzte Merkliste
14 Tage kostenlos testen, danach ab 2,99 € im Monat. Jederzeit kündbar.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Doris Antony, Berlin / CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 53.5542, 10.9178