landwirtschaftlicher Gutshof
Zisterzienserinnenkloster Wiebrechtshausen

Das ehemalige Zisterzienserinnenkloster Wiebrechtshausen, ein geschütztes Baudenkmal, liegt in Südniedersachsen, nur wenige Kilometer nördlich von Northeim. Die Anlage, eingebettet in ein Tal am Fuße des Nonnenberges, repräsentiert eine bedeutende historische Stätte der Region.
Geschichte+
Die Ursprünge des Klosters Wiebrechtshausen reichen bis in die erste Hälfte des 13. Jahrhunderts zurück, wobei die genaue Gründungszeit zwischen 1207 und 1245 vermutet wird. Ein Gedenkbucheintrag aus dem Jahr 1375 nennt Herewigus als Gründer. Als erste Äbtissin ist Hedwig de Gandersheim überliefert, die bis 1232 amtierte. Es wird angenommen, dass die erste Besetzung des Klosters hauptsächlich aus Nonnen des zuvor aufgelösten Frauenklosters in Northeim bestand. Eine urkundliche Erwähnung als Zisterzienserinnenkloster erfolgte im Jahr 1245. Im Zuge der Reformation wurde das Kloster ab 1542, unter Herzogin Elisabeth von Brandenburg, evangelisch umgestaltet und die Reformation dort 1588 endgültig eingeführt, wobei evangelisches Klosterleben noch bis 1663 bezeugt ist. Aus dem Jahr 1670 sind detaillierte Beschreibungen des Baubestandes überliefert, darunter die Klosterkirche, ein Nonnenhaus, die Ruinen des Kreuzganges sowie weitere Wirtschafts- und Wohngebäude.
Lage+
Das Kloster Wiebrechtshausen befindet sich in der Nähe der Stadt Northeim in Niedersachsen, Deutschland. Es liegt auf einer Höhe von etwa 149 Metern über dem Meeresspiegel in einem Tal, das vom Bach Dünne durchflossen wird.
Vor Ort+
Die ehemalige Klosteranlage wird heute als landwirtschaftlicher Gutshof von der KWS-Saatzucht AG genutzt. Die Klosterkirche ist als querschifflose Gewölbebasilika im romanischen Stil um 1230/40 erbaut und im 19. Jahrhundert restauriert worden. Sie zeichnet sich durch ihre Schlichtheit aus, mit gedrungenen Langhausarkaden und im Westen einem riegelartigen Querbau. Im Inneren befindet sich ein fast lebensgroßer hölzerner Kruzifixus aus dem späten 13. Jahrhundert auf dem Hochaltar. In einem gotischen Anbau ist die Grabkapelle für Herzog Otto den Quaden von Braunschweig zu finden, dessen Grabmal 1860 restauriert wurde.
In der Naehe+
- Schloss Imbshausen (Schloss, 2758 m)
- St.-Blasien-Kloster (Sakralbau, 4065 m)
- Burg Westerhof (Burg, 7520 m)
- Schloss Oldershausen (Schloss, 7566 m)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Nifoto / CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 51.7400, 10.0178