Die Gründung des Zisterzienserinnenklosters Wanzka erfolgte vor 1283, wie aus historischen Dokumenten hervorgeht. Markgraf Albrecht III. von Brandenburg beurkundete die Stiftung im Jahr 1290, wobei die Klosterkirche und die Gebäude durch Bischof Heinrich von Havelberg geweiht wurden. Das Kloster, das dem Patrozinium der Maria und des Bernhard von Clairvaux unterstand, erfreute sich großer Beliebtheit und zog zahlreiche Töchter des umliegenden Adels an. Im Jahr 1341 musste die Anzahl der Nonnen auf 50 begrenzt werden. Das Kloster verfügte über umfangreiche Besitztümer. Nach 1550 wurde die klösterliche Nutzung beendet und die Anlage säkularisiert, obwohl der Konvent als evangelisches Stift noch bis 1584 fortbestand. Insbesondere nach dem Dreißigjährigen Krieg dienten die Gebäude als Steinbruch.
Zisterzienserinnenkloster Wanzka

Das ehemalige Zisterzienserinnenkloster Wanzka, ein geschütztes Baudenkmal in Mecklenburg-Vorpommern, liegt idyllisch auf einer Halbinsel im Wanzkaer See. Von der einst reichen Zisterzienseranlage sind heute noch die Klosterkirche und ein abseits gelegenes Klostertor sichtbar.
Geschichte+
Lage+
Das Kloster Wanzka befindet sich in der Ortslage Wanzka, südlich von Neubrandenburg, im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern. Es liegt auf einer kleinen Halbinsel im Wanzkaer See, eingebettet in die Landschaft zwischen Neustrelitz und Neubrandenburg.
Vor Ort+
Die Klosterkirche, ein langgestreckter, einschiffiger Bau mit einem 5/8-Chorabschluss, wurde nach einem Brand im Jahr 1833 zwischen 1840 und 1843 nach Plänen von Friedrich Wilhelm Buttel wiederaufgebaut. Dabei wurden die eingestürzten Gewölbe durch eine flache Holzbalkendecke ersetzt. Der neugotische Altaraufsatz und die Kanzel wurden von Paul Köppel entworfen, die Orgel stammt von Wilhelm Sauer. Von April 2016 bis Sommer 2017 wurde die Klosterkirche umfassend saniert, wobei Dach, Fassade, Fenster, Decke und Wände erneuert wurden. Die Gebäude der Klausur sind heute nicht mehr erhalten.
In der Naehe+
- Gutshaus Rödlin (Herren- und Gutshaus, 1482 m)
- Gutshaus Cammin (Herren- und Gutshaus, 6070 m)
- Gutshaus Bergfeld (Herren- und Gutshaus, 6825 m)
- Jagdschloss Prillwitz (Schloss, 7951 m)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Botaurus / Public domain via Wikimedia Commons
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 53.4063, 13.2307