Tagungs-, Sport- und Aktiv-Hotel
Zisterzienserinnenkloster Teistungenburg

Das ehemalige Zisterzienserinnenkloster Teistungenburg, gelegen im thüringischen Eichsfeld nahe Teistungen, war über Jahrhunderte ein bedeutendes geistliches und wirtschaftliches Zentrum. Die Anlage, die heute in Teilen erhalten ist, zeugt von einer wechselvollen Geschichte, geprägt von Zerstörung und Wiederaufbau.
Geschichte+
Die Gründung des Klosters Teistungenburg erfolgte im Jahr 1260 als Tochterkloster von Beuren, zunächst für zehn Nonnen. Bereits am Ende des 13. Jahrhunderts erlangte es die Selbstständigkeit. Das Kloster besaß Rechte und Ländereien in 40 Dörfern und verfügte im Jahr 1510 über vier Vorwerke. Die ursprüngliche Anlage umfasste neben den Klostergebäuden eine Propstei, eine Kemenate, ein Korn- und Brauhaus sowie diverse Ställe und zwei Torhäuser. Im Jahr 1525 erlitt das Kloster während des Bauernkrieges massive Zerstörungen, woraufhin die Nonnen nach Duderstadt flohen. Auch der Dreißigjährige Krieg hinterließ seine Spuren; nach einer Plünderung im Jahr 1643 verarmte die Gemeinschaft vollständig. Ein umfassender Neuaufbau begann 1720, und die Klosterkirche St. Peter und Paul wurde 1724 geweiht. Im März 1809 wurde die gesamte Anlage verkauft, und am 16. Oktober 1809 verließen die letzten beiden Nonnen das Kloster, womit dessen Existenz endete.
Lage+
Das einstige Kloster Teistungenburg befindet sich im Landkreis Eichsfeld in Thüringen, Deutschland, in der Nähe der Ortschaft Teistungen.
Vor Ort+
Die meisten Klostergebäude wurden 1975 aufgrund der Nähe zur innerdeutschen Grenze abgerissen. Erhalten blieben lediglich die Klostermauer aus weißem Sandstein und ein Rinderstall. Ein Großteil des historischen Klosterarchivs wird heute im Landesarchiv Sachsen-Anhalt verwaltet. Nach der Wende wurde auf dem 28 Hektar großen Gelände der Familien- und Freizeitpark Teistungenburg errichtet, der 1996 ein Erlebnisbad, ein Hotel, eine Kulturhalle und ein Damhirschgehege eröffnete. Seit April 1996 wird die Anlage als Tagungs-, Sport- und Aktiv-Hotel der 4-Sterne-Kategorie genutzt. Der Klosterbrunnen, der 1661 neu angelegt und später verschüttet wurde, konnte 1994 teilweise freigelegt und restauriert werden.
In der Naehe+
- Burg Bodenstein (Burg, 6219 m)
- Schloss Kaltohmfeld (Schloss, 9783 m)
- Kloster Beuren (Sakralbau, 11053 m)
- Rittergut Rittmarshausen (Herren- und Gutshaus, 11210 m)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Jan Stubenitzky (Dehio) / CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 51.4809, 10.2644