KlosterRees

Zisterzienserinnenkloster Schledenhorst (vorher Empel)

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Bauernhof, Kapelle, Gedenkstätte

Das ehemalige Zisterzienserinnenkloster Schledenhorst, ursprünglich als Empel bekannt, war eine bedeutende geistliche Einrichtung in der Region Kleve, Nordrhein-Westfalen. Es zeichnete sich durch seine lange Geschichte und seine Rolle im Zisterzienserorden aus, bevor es im Zuge der Säkularisation aufgelöst wurde.

Geschichte+

Die Gründung des Klosters erfolgte im Jahr 1240 durch den Ritter Bernard von Rees. Bereits 1243 wurde das Nonnenkloster unter den Schutz des Kölner Erzbischofs gestellt. Sechs Jahre später, 1249, erfolgte die offizielle Aufnahme in den Zisterzienserorden, wobei die geistliche Aufsicht dem Abt des Klosters Kamp übertragen wurde. Das Prioratsgebäude erlitt in den Jahren 1366 und 1400 Brandschäden. Nach dem Abendländischen Schisma war Abt Heinrich von Rhaey aus Kloster Kamp 1459 damit beauftragt, die klösterliche Disziplin in Schledenhorst wiederherzustellen. Im Achtzigjährigen Krieg wurde das Kloster 1598 von spanischen Truppen geplündert. Weitere Plünderungen ereigneten sich 1631 durch marodierende Soldaten und 1638 durch kaiserliche Soldaten während des Dreißigjährigen Krieges. Im Niederländischen Krieg verwüsteten französische Soldaten das Kloster 1672. Diese wiederholten Zerstörungen führten zu einer erheblichen wirtschaftlichen Schwächung, von der sich das Kloster nicht mehr erholte und im 18. Jahrhundert stark verschuldet war. Die Aufhebung des Klosters erfolgte 1803 im Rahmen der Säkularisation, und die letzten Nonnen verließen es 1806. Anschließend wurden die Ländereien, Gebäude und das Inventar verkauft, während die Kirche und die meisten Klostergebäude abgebrochen wurden.

Lage+

Das einstige Klosterareal befindet sich heute im Gebiet der Stadt Rees im nordrhein-westfälischen Kreis Kleve, etwa vier Kilometer südöstlich von Haldern.

Vor Ort+

Auf dem Gelände der ehemaligen Wirtschaftsgebäude des Klosters befindet sich heute ein Bauernhof. Am früheren Klostereingang steht die Schledenhorster Kapelle, die aus den Trümmern der Klosterkirche errichtet wurde und eine Kreuzigungsgruppe aus dem 15. Jahrhundert beherbergt. Zwei Grabsteine von Äbtissinnen, die einst vermutlich im Boden der Klosterkirche lagen, sind in die Außenmauern der Kapelle eingelassen. Eine kleine Glocke der Klosterkirche hängt im Dachreiter der Kapelle. Zwei weitere Glocken der Klosterkirche bilden heute das Geläut der evangelischen Kirche in Haldern. Der sogenannte Halderner Altar, ein spätgotischer Flügelaltar, der dem Meister von Schöppingen zugeschrieben wird, stammt vermutlich aus der Klosterkirche und ist heute im westfälischen Landesmuseum in Münster zu sehen. In der Pfarrkirche in Haldern befinden sich weitere Schnitzfiguren aus der Klosterkirche, und die um 1780 erbaute Kabinettorgel des Klosters ist heute im Orgelmuseum der Universität Leipzig ausgestellt. Seit 1990 wird jährlich um den 20. August, dem Todestag von Bernhard von Clairvaux, auf dem Gelände der ehemaligen Klosterkirche ein Gedenkgottesdienst gefeiert.

In der Naehe+
  • Schloss Sonsfeld (Schloss, ca. 1069 m entfernt)
  • Wohnturm Battenberg (Burg, ca. 1904 m entfernt)
  • Schloss Bellinghoven (Schloss, ca. 2308 m entfernt)
  • Haus Averforth (Burg, ca. 3399 m entfernt)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 51.7631, 6.4886