Weingut
Zisterzienserinnenkloster Heilsbruck St. Maria, Harthausen, später Watzenhofen

Das ehemalige Zisterzienserinnenkloster Heilsbruck, ursprünglich in Harthausen und später in Watzenhofen angesiedelt, ist ein historisches Klostergut in der Südpfalz. Die Anlage, die heute als Kulturdenkmal geschützt ist, zeugt mit ihren erhaltenen Bauteilen aus verschiedenen Epochen von der einstigen Bedeutung und dem künstlerischen Anspruch des Klosters.
Geschichte+
Die Gründung des Klosters erfolgte zwischen 1230 und 1232 durch den Würzburger Kanonikus Salomon, unterstützt durch den Speyerer Bürger Elbewin Schwarz, der Grundbesitz in Harthausen stiftete. Die ersten Nonnen kamen aus dem elsässischen Kloster Königsbruck. Aufgrund ungünstiger Bedingungen wie sumpfigem Boden und Mangel an Trinkwasser und Brennholz zogen die Schwestern um 1262 nach Watzenhofen am Rande der Haardt. Dort entwickelte sich das Kloster, auch durch den Erwerb von Weinlagen, erfolgreich. König Rudolf von Habsburg stellte es 1281 unter Reichsschutz, und spätere Herrscher wie Kaiser Ludwig der Bayer und König Ruprecht bestätigten seine Rechte und Freiheiten. Im Jahr 1525 wurde die Abtei während des Pfälzischen Bauernkrieges geplündert und verwüstet. Unter Äbtissin Sophia Kistel von Dürkheim erfolgte ein Wiederaufbau mit einer neuen gotischen Kirche und Klostergebäuden. Trotzdem erholte sich das Kloster finanziell nicht vollständig. Im Zuge der Reformation löste Kurfürst Friedrich III. den Konvent 1560 auf, und die Güter wurden der kurfürstlichen Verwaltung zugeschlagen. Während des Dreißigjährigen Krieges siedelten sich ab 1636 Speyerer Jesuiten an, und 1646 kehrten die Zisterzienserinnen zurück. Doch bereits 1648 wurde das klösterliche Leben durch den Westfälischen Frieden endgültig beendet.
Lage+
Das ehemalige Kloster befindet sich in der Region Südliche Weinstraße in Rheinland-Pfalz, Deutschland.
Vor Ort+
Die Klosteranlage wurde nach dem Abbruch der Klosterkirche im frühen 19. Jahrhundert in ein Weingut umgewandelt. Die erhaltenen Gebäude und das gesamte Areal des ehemaligen Klosters, einschließlich der Klostermühle und der zugehörigen Frei- und Grünflächen, sind seit 1981 als Kulturdenkmal und seit 1996 als Denkmalzone geschützt.
In der Naehe+
- Schloss Rhodt (Schloss, 1273 m)
- Kropsburg (Burg, 1985 m)
- Schloss der Hund von Saulheim (Schloss, 1991 m)
- Adelshof der Schlichterer von Erfenstein (Herren- und Gutshaus, 2018 m)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Altera levatur / CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 49.2834, 8.1149