Die Gründung des Klosters Fröndenberg erfolgte um das Jahr 1230 durch Erzbischof Heinrich von Molenark aus Köln. Die ersten Zisterzienserinnen kamen aus Hoven, dem heutigen Zülpich. Die Einrichtung wurde unter den Schutz der Heiligen Maria und Mauritius gestellt. Otto von Altena finanzierte die Stiftung, und seine Schwester Richardis wurde die erste Äbtissin, wie Urkunden zwischen 1257 und 1270 belegen. Von 1262 bis 1391 diente die Stiftskirche als Grablege für die Grafen von der Mark. Im 16. Jahrhundert wandelte sich das Kloster in ein freiweltliches Damenstift um. Um 1650 entwickelte es sich zu einem konfessionsübergreifenden Simultanstift, das unverheiratete Töchter des evangelisch-lutherischen, evangelisch-reformierten und römisch-katholischen Adels versorgte. Das Stift besaß 187 landwirtschaftliche Betriebe in einem Umkreis von bis zu 20 Kilometern. Eine Genehmigung zum Bau einer Ruhrbrücke wurde dem Stift noch im Jahr 1805 erteilt. Die Auflösung des Stifts erfolgte am 1. Januar 1812 im Zuge der Säkularisation.
Zisterzienserinnenkloster Fröndenberg

Das ehemalige Zisterzienserinnenkloster Fröndenberg im Märkischen Kreis in Nordrhein-Westfalen, Deutschland, ist ein historisches Bauwerk, dessen Ursprünge bis ins 13. Jahrhundert zurückreichen. Es zeichnet sich durch seine lange Geschichte von der klösterlichen Gründung über die Umwandlung in ein Damenstift bis zur heutigen Nutzung aus.
Geschichte+
Lage+
Das ehemalige Kloster befindet sich in Fröndenberg im Märkischen Kreis, einer Region in Nordrhein-Westfalen, Deutschland. Der Stiftsbereich liegt auf einer zur Ruhr hin abfallenden Geländestufe.
Vor Ort+
Die Stiftskirche dient heute als evangelische Pfarrkirche. Teile der historischen Bausubstanz sind noch erhalten, darunter die Abteigebäude von 1607 und 1661, das Boeselagerhaus von 1783 sowie ein Stiftshaus aus dem Jahr 1661. Auch Reste des Kreuzgangs mit Rund- und Spitzbogenarkaden sind direkt an der Kirche zu sehen. Die gotische Saalkirche mit geradem Ostschluss und zentralem Dachreiter wurde ab der Mitte des 13. Jahrhunderts aus Grünsandsteinquadern errichtet.
In der Naehe+
- Schloss Kotten (Bösperde) (Schloss, 1824 m)
- Ruine Ardey (Ruine, 2280 m)
- Haus Schoppe (Herren- und Gutshaus, 3899 m)
- Schloss Dahlhausen (Halingen) (Schloss, 4047 m)
Nimm Mobile Geschichte mit auf die Reise
Diesen Text liest du gerade kostenlos. Mit Premium kommt dazu, was unterwegs zählt: Beschreibungen vorlesen lassen, Objekte durch die Kamera finden, Regionen offline mitnehmen.
- Alle Beschreibungstexte, auch die der ~17.700 Premium-Objekte
- Audio-Guide: Beschreibungen unterwegs vorlesen lassen
- AR-Sucher: Objekte durch die Kamera sehen, mit Entfernung und Richtung
- Unbegrenzte Merkliste
14 Tage kostenlos testen, danach ab 2,99 € im Monat. Jederzeit kündbar.
Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: smial / CC BY-SA 2.0 de via Wikimedia Commons
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 51.4736, 7.7658