Dorfkirche
Zisterzienserinnenkloster Ballhausen, später Großfurra

Das ehemalige Zisterzienserinnenkloster Ballhausen, später Großfurra, war eine bedeutende geistliche Einrichtung in Thüringen, gelegen in der malerischen Landschaft des Kyffhäuser-Gebietes. Es zeichnete sich durch seine Verlegung und die spätere Umwandlung in eine Staatsdomäne aus.
Geschichte+
Die erste Erwähnung des Klosters erfolgte im Jahr 1306. Im März 1322 übertrug Landgraf Friedrich von Thüringen dem Konvent von Ballhausen das Patronat über die Pfarrkirche von Großfurra mit der Auflage, dort eine neue Klosteranlage zu errichten. Daraufhin entstand an der Dorfkirche von Großfurra ein neues Kloster, in das die Nonnen im Jahr 1326 umsiedelten. Das Kloster, das dem heiligen Bonifatius geweiht war, besaß umfangreichen Grundbesitz in und um Ballhausen sowie weitere Ländereien um Großfurra, die im 15. Jahrhundert durch Schenkungen hinzukamen. Es unterhielt eine enge, aber nicht inkorporierte Beziehung zum Kloster Volkenroda und war von der Aufsicht des Archidiakons von Jechaburg befreit. Mit dem Beginn der Reformation geriet das Kloster zunehmend unter Druck. Nach dem Bauernkrieg verließen die meisten Nonnen die Anlage, sodass nur noch die Priorin Anna Öhme und drei weitere Nonnen verblieben. Trotz des Schutzes durch Herzog Georg von Sachsen verschlechterte sich die wirtschaftliche Lage rapide. Die Aufhebung des Klosters wurde im November 1538 verkündet, und am 21. November 1538 wurde es in eine Staatsdomäne umgewandelt. Ein langwieriger Rechtsstreit um die Klostergüter zog sich bis 1694 hin.
Lage+
Das Kloster befand sich in Großfurra, einem Ortsteil von Sondershausen, im Bundesland Thüringen. Es liegt in der Region des Kyffhäuser-Gebirges in Deutschland.
Vor Ort+
Von der ehemaligen Klosteranlage ist heute nur noch die Dorfkirche von Großfurra erhalten, die einst als Klosterkirche diente. Die Klostermühle, Wirtschaftsgebäude und Klausurgebäude wurden im 16. und 17. Jahrhundert abgerissen. Lediglich der Bonifatiusbrunnen und ein Klosterteich zeugen noch von der einstigen Präsenz des Klosters.
In der Naehe+
- Burg Großfurra (Burg, 489 m)
- Herrenhaus Straußberg (Herren- und Gutshaus, 3230 m)
- Burgruine Straußberg (Burg, 3328 m)
- Kollegiatstift SS Peter und Paul, Jechaburg (Kloster, 3527 m)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Jwaller / CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 51.3890, 10.7929