KlosterBraunschweig

Zisterzienserinnenabtei Braunschweig (Kreuzkloster)

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Friedhof und Küsterhaus

Die Zisterzienserinnenabtei Braunschweig, auch als Kreuzkloster bekannt, war ein bedeutender Sakralbau in der Stadt Braunschweig, Niedersachsen. Ursprünglich um 1230 auf dem Rennelberg vor den Toren der Stadt gegründet, nahe dem Petri-Tor, war es dem Heiligen Kreuz und der Jungfrau Maria geweiht. Das Kloster prägte über 700 Jahre lang das religiöse und soziale Leben der Region, bis es im Zweiten Weltkrieg vollständig zerstört wurde.

Geschichte+

Die Anfänge des Klosters liegen in einem Benediktinerinnenkonvent, dessen Gründung Ritter Balduin von Campen zugeschrieben wird. Im Jahr 1230 wurde Balduins Bruder Jordan als erster in der Klosterkirche beigesetzt, die 1241 erstmals urkundlich als „Sanct Crucis“ erwähnt wurde. Um 1400 erfolgte die Umwandlung in ein Zisterzienserinnenkloster, das bis 1532 von Nonnen dieses Ordens bewohnt wurde. Ein Konventstagebuch aus den Jahren 1484 bis 1507, verfasst von einer Nonne, gibt Einblicke in das damalige Klosterleben. Nach der Reformation in Braunschweig im Jahr 1528 führte das katholische Kloster zunächst seine Existenz fort, wurde jedoch 1532 in einen lutherischen Frauenkonvent umgewandelt. Die letzte katholische Äbtissin, Gertrud Holle, wurde abgesetzt und durch die lutherische Adelheid von Lafferde ersetzt. Fortan widmeten sich die Stiftsdamen der Krankenpflege und der Leitung einer Mädchenschule. Die Zahl der Konventualinnen schwankte zwischen dem 16. und 17. Jahrhundert zwischen 12 und 15, während die Anzahl der unterrichteten Mädchen von 15 auf 24 anstieg. Im Jahr 1800 bestand der Konvent aus einer Domina, einem Propst und 14 Konventualinnen. Die Leitung des Klosters oblag in protestantischer Zeit zwei Ratsherren oder angesehenen Bürgern, denen ein weltlicher Verwalter, der Propst, unterstand. Nach 1671 rekrutierten sich die Konventualinnen aus Töchtern und Witwen herzoglicher Beamter oder Geistlicher.

Lage+

Das ehemalige Klostergelände befand sich in der Stadt Braunschweig in Niedersachsen, Deutschland.

Vor Ort+

Das Kreuzkloster wurde während des Bombenangriffs auf Braunschweig am 15. Oktober 1944 vollständig zerstört und nicht wieder aufgebaut. Sichtbare Überreste der über 700-jährigen Geschichte sind heute lediglich der Friedhof und das Küsterhaus.

In der Naehe+
  • Burg Dankwarderode (ca. 1108 m entfernt)
  • Braunschweiger Dom (ca. 1114 m entfernt)
  • Schloss Braunschweig (ca. 1387 m entfernt)
  • Schloss Richmond (ca. 3354 m entfernt)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 52.2681, 10.5089