KlosterEmmendingen

Zisterzienserabtei Tennenbach

Zisterzienserabtei Tennenbach

Reste, Denkmäler

Die ehemalige Zisterzienserabtei Tennenbach, gelegen bei Emmendingen in Baden-Württemberg, war einst ein bedeutendes und großes Kloster im südwestdeutschen Raum. Seine historische Relevanz verdankt es einem umfangreichen Güterbesitz von über 200 Ländereien sowie einer außergewöhnlich großen Sammlung von 672 Reliquien und Heiligenpartikeln.

Geschichte+

Das Zisterzienserkloster Tennenbach, ursprünglich unter dem Namen Porta Coeli („Himmelspforte“) bekannt, wurde vermutlich zwischen 1158 und 1161 gegründet. Zwölf Mönche unter der Führung ihres Abtes Hesso siedelten damals vom Kloster Frienisberg im Kanton Bern über. Zu den frühen Stifterfamilien zählten die Herren von Emmendingen, Hornberg, Keppenbach und Üsenberg. Ein päpstliches Privileg von Alexander III. aus dem Jahr 1178 belegt bereits den Besitz von Rechten und Gütern der Abtei am Westhang des Schwarzwalds. Ab dem späten 12. Jahrhundert unterstand Tennenbach der Reichsabtei Salem. Der Grundbesitz des Klosters, der sich in der Oberrheinebene und im westlichen Schwarzwald konzentrierte, wurde hauptsächlich durch Grangien bewirtschaftet. Im 13. Jahrhundert wirkte hier der später seliggesprochene Mönch Hugo von Tennenbach. Die Klostervogtei hatten im 13. und 14. Jahrhundert die Markgrafen von Hachberg inne, die Tennenbach auch als Grablege nutzten. Ab 1373 beanspruchten die Habsburger die Vogtei. Im Bauernkrieg von 1525 wurde das Kloster teilweise durch Brand beschädigt, Kirche und Kapelle blieben jedoch erhalten. Während des Dreißigjährigen Krieges verließen die Mönche den Konvent und brachten Archive und Sakralschätze in Sicherheit. Ein Brand im Jahr 1723 zerstörte viele Gebäude, woraufhin Abt Leopold Münzer den Wiederaufbau als Barockkloster durch Peter Thumb veranlasste. Im Zuge der Säkularisation von 1806 wurde das Kloster Tennenbach vom Großherzogtum Baden aufgehoben. Zwischen 1813 und 1814 diente die Anlage als Lazarett, in dem über 1500 Soldaten starben und beigesetzt wurden. Ab 1829 begann der Abriss der Klostergebäude.

Lage+

Die ehemalige Zisterzienserabtei Tennenbach befindet sich in der Nähe von Emmendingen in Baden-Württemberg, Deutschland, auf einer Höhe von etwa 264 Metern über dem Meeresspiegel.

Vor Ort+

Heute sind von der einstigen Klosteranlage nur noch Reste vorhanden, da die Gebäude ab 1829 abgerissen wurden. Zwei Denkmäler erinnern an die im Lazarett verstorbenen Soldaten.

In der Naehe+
  • Burgruine Keppenbach (Burg, 2687 m)
  • Burgruine Hochburg (Burg, 3157 m)
  • Weiherschloss Emmendingen (Schloss, 3852 m)
  • Burgruine Landeck (Burg, 4174 m)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: user:joergens.mi / CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 48.1449, 7.8961