katholische Pfarrkirche
Zeitzer Dom St. Peter und Paul

Der Zeitzer Dom St. Peter und Paul, ein herausragendes Kulturdenkmal in Sachsen-Anhalt, präsentiert sich als beeindruckende gotische Kathedrale im Burgenlandkreis. Seine Geschichte reicht bis ins 10. Jahrhundert zurück und zeugt von einer wechselvollen Vergangenheit als Bischofssitz und später als Kollegiatstiftskirche.
Geschichte+
Die Ursprünge des Doms liegen in einer Königspfalz, die im frühen 10. Jahrhundert von den Ottonen in Zeitz errichtet wurde und eine erste Kirche umfasste. Im Jahr 968, mit der Gründung des Bistums Zeitz durch Kaiser Otto I. und Kaiserin Adelheid, begann der Bau der ersten Domkirche. Nach 1028 erfolgte ein Neubau, der um 1100 vollendet wurde und dessen wesentliche Teile bis heute erhalten sind. Im 14. und 15. Jahrhundert erfuhr die romanische Basilika umfangreiche Umbauten und wurde zu einer gotischen Hallenkirche umgestaltet. Mit der Reformation wechselte die Kirche zum lutherischen Glauben. Als Zeitz 1656 zur Residenzstadt von Sachsen-Zeitz aufstieg, ließ Herzog Moritz den Dom zur Schlosskapelle der Moritzburg umbauen und die Krypta als Grablege für seine Familie herrichten. Im 19. Jahrhundert verlor der Dom an Bedeutung und diente zeitweise profanen Zwecken, darunter als Lazarett und Pferdestall. Nach dem Zweiten Weltkrieg, am 1. Januar 1946, wurde er der katholischen Gemeinde als Pfarrkirche überlassen. Ein schwerer Einsturz im Jahr 1982 beschädigte das gotische Gewölbe erheblich. Erst nach der Wiedervereinigung konnte eine umfassende Sanierung erfolgen, die zur Landesgartenschau 2004 abgeschlossen wurde und den Dom wieder als katholische Pfarrkirche in Gebrauch nahm. Die Hallenkrypta beherbergt seit 1666 die Fürstengruft der wettinischen Sekundogenitur Sachsen-Zeitz, ein bedeutendes Zeugnis barocker Bestattungskultur mit 13 Särgen.
Lage+
Der Zeitzer Dom St. Peter und Paul befindet sich in der Stadt Zeitz, im Burgenlandkreis, einer Region im Süden Sachsen-Anhalts, Deutschland.
Vor Ort+
Heute dient der Zeitzer Dom als katholische Pfarrkirche der Stadt und ist eine wichtige Station an der Straße der Romanik. Die aufwendig sanierte Anlage ist ein aktiver Ort des Glaubens und der Kultur.
In der Naehe+
- Schloss Moritzburg (Schloss, 65 m)
- Albrechtsches Palais (Residenz, 235 m)
- Seckendorffsches Palais (Residenz, 276 m)
- Kloster Posa (Zeitz) (Sakralbau, 1961 m)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Lucas Friese / CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 51.0507, 12.1264