Kloster (aktiv)
Weißfrauen-/Cölestinerinnenkloster (Magdalenerinnen) Aachen

Das ehemalige Weißfrauenkloster in Aachen, ursprünglich eine Niederlassung der Magdalenerinnen, repräsentiert ein bedeutendes Kapitel der Stadtgeschichte. Gegründet im Jahr 1237, diente es über Jahrhunderte als spirituelles Zentrum und Zufluchtsort. Seine wechselvolle Geschichte ist geprägt von Zerstörung, Wiederaufbau und dem Übergang zu verschiedenen Ordensgemeinschaften.
Geschichte+
Die Gründung des Klosters durch die Magdalenerinnen erfolgte Mitte des 13. Jahrhunderts auf einem Gelände zwischen Jakobstraße und Bendelstraße, gestiftet von einflussreichen Aachener Patrizierfamilien. Eine erste Kapelle, der heiligen Maria Magdalena geweiht, wurde bereits 1245 urkundlich erwähnt. Ursprünglich der Betreuung bußfertiger Frauen gewidmet, öffnete sich die Gemeinschaft später auch für unbescholtene, oft adelige Jungfrauen. Das Kloster erlebte im Laufe der Jahrhunderte mehrere Zerstörungen, darunter Brandschäden im frühen 15. Jahrhundert und die vollständige Vernichtung durch den großen Stadtbrand von 1656. Der Wiederaufbau erfolgte ab 1668, und die Klosterkirche wurde 1687 neu geweiht. Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten und interner Konflikte verließen die Magdalenerinnen das Kloster 1729. Die Cölestinerinnen aus Düsseldorf übernahmen die Anlage und führten die klösterliche Tradition bis zur Säkularisation im Jahr 1802 fort.
Lage+
Das Kloster befindet sich in der Städteregion Aachen, im Bundesland Nordrhein-Westfalen, Deutschland.
Vor Ort+
Nach der Säkularisation 1802 und verschiedenen Zwischennutzungen erwarb der Orden der Schwestern vom armen Kinde Jesus 1848 das Gelände und etablierte dort einen neuen Klosterkomplex.
In der Naehe+
- Aachener Dom (Sakralbau, 330 m)
- Stadtbefestigung Aachen-Marschiertor (Stadtbefestigung, 831 m)
- Stadtbefestigung Aachen-Ponttor (Stadtbefestigung, 847 m)
- Stadtbefestigung Aachen-Marienturm (Stadtbefestigung, 943 m)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Bleau 1649, coloriert von Maubach 1937 / Public domain via Wikimedia Commons
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 50.7740, 6.0796