Kathedrale/DomWalldürn

Wallfahrtsbasilika St. Georg

Wallfahrtsbasilika St. Georg

Wallfahrtsort, Kulturdenkmal

Die Wallfahrtsbasilika St. Georg, auch bekannt als Wallfahrtsbasilika zum Heiligen Blut, ist eine bedeutende katholische Kirche in Walldürn, einer Stadt im Neckar-Odenwald-Kreis im Norden Baden-Württembergs. Sie ist ein zentraler Ort der eucharistischen Wallfahrt in Deutschland und steht als Kulturdenkmal unter Denkmalschutz.

Geschichte+

Die Geschichte Walldürns beginnt mit einer Erwähnung im Lorscher Codex im Jahr 794. Eine Pfarrei wurde 1248 erstmals genannt, wobei die Missionierung der Region seit dem 8. Jahrhundert durch Mönche des Klosters Amorbach erfolgte. Das Patronatsrecht wechselte zwischen dem Kloster Amorbach, dem Bistum Würzburg und dem Erzbistum Mainz, bis es 1656 durch einen Pfarreientausch beigelegt wurde. Um 1330 soll sich das „Blutwunder von Walldürn“ ereignet haben, das die Grundlage für die spätere Wallfahrt bildete. Papst Eugen IV. bestätigte das Wunder 1445, was den Pilgerstrom verstärkte und 1497 eine Vergrößerung der Kirche erforderlich machte. Nach einem Rückgang der Wallfahrt während der Reformation erlebte sie um 1600 eine Wiederbelebung, was 1626 zu einem Umbau führte. Nach dem Dreißigjährigen Krieg blühte die Wallfahrt erneut auf, und zwischen 1698 und 1728 wurde die heutige Basilika errichtet. 1787 entstand das Landkapitel Walldürn, das später zum Dekanat wurde. Im Zuge der Neuordnung der Diözesen gelangte Walldürn 1821/27 zum Erzbistum Freiburg. Papst Johannes XXIII. erhob die Kirche 1962 zur Basilica minor. Seit 2007 wird die Pfarrei und Wallfahrt von den Franziskaner-Minoriten betreut.

Lage+

Die Wallfahrtsbasilika St. Georg befindet sich in der Stadt Walldürn im Neckar-Odenwald-Kreis, einer Region im Norden Baden-Württembergs, Deutschland. Die Kirche ist ein markantes Bauwerk in der Stadtlandschaft.

Vor Ort+

Die Basilika präsentiert sich heute als imposanter Bau aus rotem Sandstein mit Querhaus und dreiseitig geschlossenem Chor, flankiert von zwei Türmen mit Laternen. Die unteren Geschosse des Nordturms stammen noch aus der Zeit um 1330, die oberen Teile aus dem spätgotischen Bau von 1497. Ein kunstvolles Portal von Zacharias Juncker dem Älteren, ursprünglich für eine 1623 angebaute Kapelle des Blutaltars geschaffen, führt heute in das nördliche Querschiff. Das westliche Hauptportal von Johannes Weydt aus dem Jahr 1723 zeigt das Wappen Papst Johannes’ XXIII. und das des Bauherrn Erzbischof Lothar Franz von Schönborn, darüber eine Darstellung des Erzengels Michael. Die Basilika ist ein aktiver Wallfahrtsort und ein bedeutendes Kulturdenkmal.

In der Naehe+
  • Schloss Walldürn (Schloss, 114 m)
  • Bettendorfer Hof (Herren- und Gutshaus, 238 m)
  • Römischer Wachturm 7/35 (Antike Bauten, 1389 m)
  • Römerbad Walldürn (Antike Bauten, 1490 m)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Mattana / CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 49.5845, 9.3662