KlosterFreiburg im Breisgau

Ursulinenkloster

Ursulinenkloster

alt-katholische Gemeinde, Volkshochschule

Das Ursulinenkloster in Freiburg im Breisgau ist ein historischer Gebäudekomplex, der zwischen 1708 und 1710 errichtet wurde. Ursprünglich als Kloster der Gesellschaft der heiligen Ursula gegründet, widmete sich die Schwesternschaft primär der Erziehung junger Frauen. Die barocke Klosterkirche St. Ursula und ihre Sakristei dienen heute der alt-katholischen Gemeinde Freiburg, während die übrigen Räumlichkeiten von der Volkshochschule genutzt werden. Aufgrund der traditionellen Ordenstracht der Schwestern wird der Komplex auch als „Schwarzes Kloster“ bezeichnet, in Abgrenzung zum „Weißen Kloster“ der Dominikanerinnen in Freiburg.

Geschichte+

Die Gründung des Freiburger Ursulinenklosters erfolgte 1696, nach Bemühungen, die bereits 1667 begannen. Die Stadt Freiburg und der Konstanzer Bischof Marquard Rudolf von Rodt stimmten der Niederlassung der Gesellschaft der heiligen Ursula von Anne de Xainctonge zu, deren Hauptaugenmerk auf der Mädchenbildung lag. Die erste Superiorin war Maria Cäcilia Hirt aus Luzern. Unter ihrer Nachfolgerin Maria Placida Sommervogel und insbesondere unter Euphemia Dorer, die zweimal zur Oberin gewählt wurde, löste sich der Freiburger Konvent 1709 vom Luzerner Mutterhaus. In dieser Zeit wurden nach provisorischen Unterkünften die heutigen Klostergebäude und die Kirche errichtet. Das Kloster erlitt 1744/45 schwere Schäden durch die Schleifung der Vauban’schen Festungsanlagen, woraufhin eine Filiale in Staufen im Breisgau entstand, die jedoch 1777 geschlossen werden musste. Später folgten weitere Gründungen in Villingen (1782) und Breisach (1820). Unter Oberin Karoline Kaspar, die von 1809 bis zu ihrem Tod 1860 amtierte, zählte St. Ursula um 1810 etwa 500 Schülerinnen und war damit eine der größten Mädchenschulen Badens. Das Kloster überstand die Säkularisation aufgrund seiner Bedeutung für die Gemeinschaft.

Lage+

Das Ursulinenkloster befindet sich im Bezirk Altstadt-Mitte von Freiburg im Breisgau, einer Stadt in Baden-Württemberg, Deutschland. Es liegt an der Ecke der heutigen Rathausgasse und des Rotteckrings.

Vor Ort+

Die ehemalige Klosterkirche St. Ursula und ihre Sakristei werden heute von der alt-katholischen Gemeinde Freiburg für Gottesdienste genutzt. Die weiteren Räume des historischen Komplexes beherbergen die Volkshochschule.

In der Nähe+
  • Colombischlösschen (Schloss, 169 m)
  • Palais Haus zum Ritter (Residenz, 381 m)
  • Palais Sickingen (Residenz, 413 m)
  • Deutschordenskommende Freiburg (Schloss, 436 m)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: joergens.mi / CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 47.9963, 7.8471