KlosterLandshut

Ursulinenkloster Landshut

Ursulinenkloster Landshut

Schule

Das ehemalige Ursulinenkloster St. Joseph in Landshut, Bayern, war ein bedeutendes Zentrum für die Mädchenbildung in der Region. Die Anlage, die ab 1668 entstand, ist heute ein geschütztes Baudenkmal und zeugt von einer langen Geschichte klösterlichen Lebens und pädagogischer Arbeit.

Geschichte+

Die Gründung des Ursulinenklosters erfolgte im Jahr 1668 durch Kurfürst Ferdinand Maria von Bayern mit dem expliziten Ziel, eine Mädchenschule zu etablieren. Ursprünglich aus Meßkirch in Oberschwaben stammend, wo eine frühere Niederlassung des Ordens aufgrund beengter Verhältnisse aufgegeben werden musste, fanden die Ursulinen in Landshut eine neue Heimat. Der Unterricht begann am 1. September 1668, und bereits wenige Wochen später waren rund 100 Mädchen eingeschrieben. Angesichts des schnellen Wachstums erwarb der Kurfürst vier weitere Häuser, die abgerissen wurden, um Platz für einen Neubau zu schaffen. Den Grundstein für die neuen Klostergebäude legte er persönlich am 25. Oktober 1671. Die Finanzierung des Baus erfolgte durch den Ursulinenorden selbst. Die Pläne stammten vom Hofschreiner Augustin Kienle. Die Bauleitung übernahmen ab 1673 Maurermeister Wolfgang Hirschstötter und ab 1677 Hofmaurermeister Georg Steinacher. Die Weihe der Ursulinenkirche fand am 20. Oktober 1679 statt, der Bezug des Klosters am 3. Juni 1680. Im 18. Jahrhundert entwickelte sich St. Joseph zum größten Wallfahrtsort der Stadt, dessen Mittelpunkt das Gnadenbild „Unsere Liebe Frau mit dem geneigten Haupte“ war. Trotz kriegerischer Auseinandersetzungen im Spanischen und Österreichischen Erbfolgekrieg sowie den Koalitionskriegen konnte der Klosterbetrieb aufrechterhalten werden.

Lage+

Das ehemalige Ursulinenkloster befindet sich in der Stadt Landshut im Bundesland Bayern, Deutschland. Es liegt in der Neustadt von Landshut.

Vor Ort+

Das Kloster wurde im Jahr 2016 aufgelöst. Aus der langen Tradition der Mädchenbildung ist die Ursulinen-Realschule hervorgegangen, deren Trägerschaft 1992 an die Erzdiözese München und Freising übergeben wurde. Die Gebäude sind als Baudenkmal in Bayern geschützt.

In der Naehe+
  • Dominikanerkloster (Sakralbau, 103 m)
  • Residenz Landshut (Residenz, 363 m)
  • Kloster Maria Loreto (Sakralbau, 535 m)
  • Palais Etzdorf (Residenz, 553 m)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Rufus46 / CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 48.5377, 12.1551