KlosterKitzingen

Ursulinenkloster

Ursulinenkloster

Landratsamt


Das ehemalige Ursulinenkloster in Kitzingen, Bayern, war einst ein bedeutendes Zentrum für Bildung und Spiritualität. Die Anlage, die der Gottesmutter Maria geweiht war, prägte über anderthalb Jahrhunderte das religiöse und soziale Leben der Stadt.

Geschichte+

Die Gründung des Klosters erfolgte im Jahr 1660 auf Initiative von Bischof Johann Philipp von Schönborn, der einem Wunsch der Gräfin Maria Hatzfeld nachkam. Ursulinen aus Metz wurden nach Kitzingen berufen, um eine neue katholische Mädchenschule zu leiten. Zunächst fanden die Nonnen in einem ehemaligen Benediktinerinnenkloster Unterkunft, das zu dieser Zeit bereits baufällig war und zuvor als evangelisches Damenstift genutzt wurde. Zwischen 1686 und 1693 entstand auf diesem Gelände ein neuer Klosterkomplex samt Kirche, dessen Entwürfe von Antonio Petrini stammten. Die Nonnen bezogen die neuen Gebäude ab 1693, und die Weihe der Kirche an die Gottesmutter Maria durch Johann Philipp von Greiffenclau erfolgte am 9. August 1699. Im Zuge der Säkularisation wurde das Kloster im Jahr 1804 aufgelöst. Die Kirche wurde 1817 von Protestanten als neue Stadtkirche erworben und umgebaut, wobei größere Fenster an der Südseite des Langhauses eingefügt wurden. Die Klostergebäude dienten fortan als Schulen und Lehrerwohnungen. Nach erheblichen Kriegsschäden im Jahr 1945 konnten die Gebäude bis 1950 weitgehend wiederhergestellt werden.

Lage+

Das ehemalige Ursulinenkloster befindet sich in der Stadt Kitzingen im Bundesland Bayern, Deutschland, auf einer Höhe von etwa 199 Metern über dem Meeresspiegel.

Vor Ort+

Die ehemaligen Klostergebäude beherbergen heute Schulen und Lehrerwohnungen. Die einst dem Kloster zugehörige Kirche dient seit 1817 als evangelische Stadtkirche.

In der Nähe+
  • Ehemalige Klostermühle (Kloster, 68 m entfernt)
  • Ehemalige Kapuzinerklosterkirche Himmelfahrt Mariä und heiliger Franziskus Seraphikus (Kloster, 428 m entfernt)
  • Kapuzinerkloster (Kloster, 429 m entfernt)
  • Stadtbefestigung Sulzfeld (Stadtbefestigung, 4137 m entfernt)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Mobile Geschichte

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 49.7400, 10.1616