Der Bunker kann nicht besichtigt werden
U-Boot-Bunker Valentin

Der U-Boot-Bunker Valentin in Bremen-Rekum ist ein kolossales Zeugnis der Rüstungsindustrie des Zweiten Weltkriegs. Als größtes freistehendes Bunkerbauwerk Deutschlands und zweitgrößtes in Europa sollte es die Endmontage von U-Booten des Typs XXI ermöglichen, wurde jedoch nie in Betrieb genommen.
Geschichte+
Die Planungen für bombensichere Werften begannen Ende 1942 unter Rüstungsminister Albert Speer, als alliierte Luftangriffe die deutsche U-Boot-Produktion stark beeinträchtigten. Bremen-Farge wurde aufgrund seiner günstigen Anbindung an die Weser und der Verfügbarkeit von Zwangsarbeitern als Standort gewählt. Der Bau des Bunkers Valentin, der von 1943 bis März 1945 unter der Aufsicht der Organisation Todt erfolgte, forderte Tausende von Menschenleben unter den Zwangsarbeitern. Trotz der geplanten Fertigstellung von 14 U-Booten pro Monat konnte der Bunker, der zu 95 Prozent fertiggestellt war, seine Funktion aufgrund des Kriegsverlaufs nicht mehr erfüllen. Ende März 1945 wurde der Bunker von der Royal Air Force bombardiert, wobei zwei Grand-Slam-Bomben die 4,5 Meter dicke Decke durchschlugen und die Bauarbeiten endgültig zum Erliegen brachten. Nach dem Krieg wurde eine vollständige Sprengung des Bunkers aufgrund der befürchteten massiven Schäden in der Umgebung verworfen.
Lage+
Der U-Boot-Bunker Valentin befindet sich im Ortsteil Rekum der Stadt Bremen im Bundesland Bremen, Deutschland, auf einer Höhe von etwa 15 Metern über dem Meeresspiegel.
Vor Ort+
Der Bunker ist heute ein beeindruckendes Denkmal und eine Gedenkstätte mit Besucherzentrum, das Ausstellungen zur Geschichte beherbergt. Obwohl ein großer Innenraum zugänglich ist, sind weite Teile der Ruine aus Sicherheitsgründen gesperrt. Eine Besichtigung des gesamten Bunkers ist nicht möglich.
In der Nähe+
- Jagdschloss Elsfleth (Schloss), ca. 3.3 km entfernt
- Burg Blomendal (Burg), ca. 6.4 km entfernt
- Herrenhaus Neuenhuntorf (Herren- und Gutshaus), ca. 6.6 km entfernt
- Schloss Wätjens (Schloss), ca. 7.1 km entfernt
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Luftbild_Bunker_Valentin.jpg
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 53.2175, 8.5020