Der Bunker kann besichtigt werden
U-Boot-Bunker in Lorient
Die U-Boot-Bunker in Lorient sind ein monumentales Zeugnis des Zweiten Weltkriegs und der maritimen Kriegsführung. Diese beeindruckenden Militärbauten, gelegen in der Bretagne, Frankreich, dienten als zentraler Stützpunkt für U-Boote der Kriegsmarine und zeichnen sich durch ihre einzigartigen und massiven Konstruktionen aus, die bis heute erhalten geblieben sind.
Geschichte+
Die Errichtung der U-Boot-Bunker in Lorient erfolgte während des Zweiten Weltkriegs unter der Leitung der Organisation Todt im Auftrag der Wehrmacht. Von Juni 1940 bis August 1944 entwickelte sich der Hafen von Lorient zum größten U-Boot-Stützpunkt der Kriegsmarine. Die Bunkeranlagen umfassten mehrere Komplexe, darunter die sogenannten Dombunker mit einer speziellen Slipanlage und Drehscheibe, die für kleinere U-Boote konzipiert waren. Der Scorff-Bunker, ein weiterer Komplex mit Nassboxen, wurde aufgrund von Schlammablagerungen später als Werkstatt genutzt. Die bekanntesten Großbunker, Keroman I und II, wurden auf felsigem Untergrund errichtet und verfügten über eine innovative Aufschleppanlage mit Schiebebühne, um U-Boote auf ein erhöhtes Niveau zu befördern. Keroman III, 1943 fertiggestellt, bot mit seinen Nass- und Trockendocks Platz für bis zu 13 U-Boote. Ein geplanter Keroman IV wurde nur teilweise realisiert. In der Nähe befand sich auch das Hauptquartier von Admiral Dönitz. Die Bunker blieben den alliierten Bombenangriffen weitgehend stand, während die Stadt Lorient stark zerstört wurde. Ein französischer Marineoffizier, Jacques Stosskopf, der am Bau beteiligt war, arbeitete heimlich mit der Résistance zusammen und wurde dafür hingerichtet; der U-Boot-Stützpunkt in Lorient wurde später nach ihm benannt.
Lage+
Die U-Boot-Bunker befinden sich in Lorient, im Département Morbihan in der Region Bretagne, Frankreich. Sie liegen auf einer Höhe von etwa 11 Metern über dem Meeresspiegel.
Vor Ort+
Heute sind die ehemaligen U-Boot-Bunker in Lorient teilweise für zivile Zwecke umgenutzt oder stehen leer. Sie stellen eine Herausforderung für die Kommune dar, werden aber zunehmend in ein touristisches Konzept integriert. Besucher können Teile der Anlagen besichtigen, darunter den Tauchturm und Keroman III, der im Rahmen von Führungen zugänglich ist und einen Rundblick über das Hafenareal bietet. Einige Bunker dienen als Lagerhallen oder Werkstätten, während andere Hafenbecken für Sportboote genutzt werden.
In der Nähe+
- Fort du Cabellou (Festung), ca. 43.7 km entfernt
- Stadtbefestigung Concarneau (Stadtbefestigung), ca. 44.1 km entfernt
- Château-Gaillard (Schloss), ca. 46.4 km entfernt
- Cathédrale Saint-Pierre de Vannes (Sakralbau), ca. 46.5 km entfernt
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Keroman_I_et_Keroman_III_acc%C3%A8s_alv%C3%A9oles.JPG?uselang=de
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 47.7274, -3.3673