Der Bunker kann nicht besichtigt werden
U-Boot-Bunker Hornisse
Der U-Boot-Bunker Hornisse in Bremen ist ein imposantes Zeugnis militärischer Bauvorhaben des Zweiten Weltkriegs. Ursprünglich als Baudock für die AG Weser konzipiert, sollte er später zu einer Werft für U-Boot-Sektionen umgebaut werden. Seine massive Bauweise und die tragische Geschichte der Zwangsarbeit machen ihn zu einem Ort von besonderer Bedeutung.
Geschichte+
Die Ursprünge des Bunkers Hornisse reichen bis ins Jahr 1939 zurück, als die Großwerft AG Weser im Zuge der Aufrüstung der Kriegsmarine den Auftrag für zwei Schlachtschiffe erhielt. Aufgrund der hohen Auslastung und des Bedarfs an U-Booten wurde der Bau eines großen Baudocks beschlossen. Dieses sollte 370 Meter lang und 65 Meter breit werden, doch kriegsbedingte Einflüsse und Materialmangel verzögerten das Vorhaben. Ende 1942 war das Baudock zu etwa 95 Prozent fertiggestellt, als der Bau gestoppt wurde. Mitte 1944 wurde entschieden, das unvollendete Baudock zu einem bombensicheren U-Boot-Sektionsbunker umzubauen, um die Produktion der neuen U-Boote des Typs XXI zu sichern. Die Bauarbeiten begannen im Frühjahr 1944. Durch einen schweren Luftangriff am 30. März 1945 wurde die Bunkerdecke beschädigt, und am 6. April 1945 wurden die Arbeiten eingestellt. Der Bunker war zu diesem Zeitpunkt nur zu etwa einem Viertel fertiggestellt. Beim Bau des Baudocks und des Bunkers wurden zahlreiche Zwangsarbeiter eingesetzt, von denen viele unter unmenschlichen Bedingungen litten und starben. Nach dem Krieg wurde der Bunker nicht gesprengt, da die Kosten zu hoch waren. Stattdessen wurden Teile des unvollendeten Docks in den 1950er-Jahren zu einem Hafenbecken umgebaut.
Lage+
Der U-Boot-Bunker Hornisse befindet sich in Bremen, im Stadtteil Häfen, auf einer Landzunge namens „Kap Horn“ zwischen der Weser und dem Hafenkanal „Hafen A“ der Industriehäfen. Er liegt auf etwa 12 m über NN.
Vor Ort+
Der Bunker ist heute teilweise erhalten und gehört zum Firmengelände des Unternehmens Lexzau, Scharbau, das seinen Hauptsitz in einem auf der Bunkerdecke errichteten Bürogebäude hat. Eine Besichtigung des Bunkers ist nicht möglich.
In der Nähe+
- Gutshaus Weyhausen (Herren- und Gutshaus), ca. 6.1 km entfernt
- Bremer Dom (Sakralbau), ca. 6.8 km entfernt
- Schloss Ritterhude (Schloss), ca. 7.4 km entfernt
- Herrenhaus Riensberg (Herren- und Gutshaus), ca. 9.1 km entfernt
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Bunker_Hornisse1-LF.JPG
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 53.1172, 8.7351