KlosterHöxter

Tom Roden

Tom Roden

Ruine, frei zugänglich, Bodendenkmal

Das ehemalige Benediktinerkloster Tom Roden, eine Propstei des Klosters Corvey, befindet sich in Höxter, Nordrhein-Westfalen. Die heute als Bodendenkmal geschützten Ruinen zeugen von einer einst bedeutenden religiösen Niederlassung, deren Ursprünge bis ins 12. Jahrhundert zurückreichen.

Geschichte+

Eine der heiligen Magdalena geweihte Kapelle wurde an dieser Stelle bereits im Jahr 1184 erwähnt. Um diese Kapelle herum gründete Abt Hermann I. von Holte eine Propstei des Klosters Corvey. Ein erster Propst ist für das Jahr 1244 belegt. Die Propstei, die über ein kleines Kapitel verfügte, unterstand Corvey. Überlieferungen aus dem 13. Jahrhundert berichten von einem Konvent und Dignitären. Zwischen 1324 und 1327 wurden die Kapelle und weitere Gebäude durch einen Brand zerstört, möglicherweise im Zusammenhang mit Übergriffen Herzog Ottos von Braunschweig auf Corveyer Gebiet. Nach dem Wiederaufbau zeugt eine Altarstiftung von 1422 von der Verehrung der Heiligen Jungfrau Maria Solitaria. Im Jahr 1431 wurden zwei Präbenden von Corvey hierher verlegt. Das Amt des Propstes war ab der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts oft eine Sinekure, und ein Konvent existierte wohl nicht mehr. Um 1482 wurde die Wasserversorgung der Propstei durch die Umleitung des Baches Schelpe zum Kloster Corvey unterbrochen. Johann von der Lippe, der letzte Propst, zog 1501 nach Höxter. Nach seinem Tod 1538 wurde das Amt aus finanziellen Gründen nicht wieder besetzt, und die Anlage wurde später als Steinbruch genutzt.

Lage+

Die ehemalige Propstei Tom Roden liegt auf dem Gebiet der Stadt Höxter im Bundesland Nordrhein-Westfalen in Deutschland.

Vor Ort+

Die Ruinen der ehemaligen Propstei wurden zwischen 1975 und 1980 archäologisch untersucht. Die ausgegrabenen und teilweise wieder aufgemauerten Reste sind heute frei zugänglich und als Bodendenkmal geschützt. Die Ausgrabungen offenbarten eine dreischiffige Basilika mit Chorapsis und Westturm sowie die Anordnung der Klostergebäude um einen Kreuzgang. Ein ausgeklügeltes System der Wasserversorgung und verschiedene Heizungsanlagen wurden ebenfalls entdeckt.

In der Naehe+
  • Kloster Corvey (Sakralbau, 1206 m)
  • Schloss Amelunxenscher Adelshof (Höxter) (Schloss, 1767 m)
  • Schloss Uffelnscher Adelshof (Höxter) (Schloss, 1807 m)
  • Schloss Zielbergscher Adelshof (Höxter) (Schloss, 2029 m)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Spunky / Public domain via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 51.7865, 9.3996