Klosterbetrieb
Territorialabtei Wettingen-Mehrerau

Die Territorialabtei Wettingen-Mehrerau ist ein bedeutendes Zisterzienserkloster in der Nähe von Bregenz in Vorarlberg, Österreich. Als Territorialabtei nimmt ihr Abt eine besondere Stellung ein und ist Mitglied der Österreichischen Bischofskonferenz. Das Kloster ist ein lebendiges Zentrum zisterziensischen Lebens und prägt die Region seit Jahrhunderten.
Geschichte+
Die Ursprünge des Klosters reichen bis ins Jahr 1083 zurück, als Graf Ulrich X. von Bregenz Benediktiner aus Petershausen in einer Einsiedelei in Andelsbuch ansiedelte. Schon 1090 erfolgte der Umzug an das Seeufer bei Bregenz, wo 1097 der Grundstein für die Kirche St. Petrus und St. Paulus gelegt wurde. Der Bau der Klosterkirche „St. Peter in der Au“ wurde 1125 abgeschlossen. Im Jahr 1245 wurde das Kloster während des Investiturstreits von Anhängern Kaiser Friedrichs II. geplündert und niedergebrannt. Während der Appenzellerkriege und des Schwedenkrieges blieb das Kloster weitgehend verschont, erlebte aber 1806 die Säkularisation durch die bayerische Regierung, wobei viele Gebäude abgerissen und die Bibliothek zerstreut wurden. Nach 1850 wurde das Kloster mit kaiserlicher Genehmigung zur Zuflucht für Zisterzienser aus dem 1841 geschlossenen Kloster Wettingen in der Schweiz und 1854 unter dem Namen „Wettingen-Mehrerau“ neu gegründet. Es spielte eine Schlüsselrolle beim Wiedererstarken des Zisterzienserordens und gründete die Mehrerauer Kongregation.
Lage+
Die Territorialabtei Wettingen-Mehrerau befindet sich in Bregenz im Bezirk Bregenz, Vorarlberg, Österreich, auf einer Höhe von etwa 395 Metern über dem Meeresspiegel.
Vor Ort+
Heute ist die Territorialabtei Wettingen-Mehrerau ein aktives Kloster, das weiterhin von Zisterziensermönchen bewohnt wird. Neben dem Klosterbetrieb unterhält es ein Sanatorium und das Collegium Bernardi, ein Gymnasium mit Internat. Das Kloster ist auch in der Holz- und Landwirtschaft tätig, unter anderem mit einem Klostergutshof und einer Gärtnerei. Ein Obstlehrpfad rund um das Kloster informiert seit 2009 über Streuobstsorten des Unteren Rheintals.
In der Nähe+
- Ansitz Schnabelburg (Herren- und Gutshaus), ca. 0.6 km entfernt
- Römische Villa am Steinbühel (Antike Bauten), ca. 1.2 km entfernt
- Kloster Riedenburg (Sakralbau), ca. 1.8 km entfernt
- Palais Thurn und Taxis (Residenz), ca. 1.9 km entfernt
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:KlosterMehrerau1.jpg?uselang=de
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 47.5037, 9.7206