geschütztes Kulturgut, architektonisches und historisches Denkmal
Stiftskirche St. Martin und St. Severus

Die Stiftskirche St. Martin und St. Severus, auch bekannt als „Maifeldmünster“, stellt ein herausragendes Beispiel des rheinischen Übergangsstils dar. Dieser historische Sakralbau, der Elemente der Romanik und Gotik vereint, befindet sich in Münstermaifeld im Landkreis Mayen-Koblenz, Rheinland-Pfalz. Als geschütztes Kulturdenkmal ist die Kirche ein bedeutendes Zeugnis mittelalterlicher Architektur und Geschichte in Deutschland.
Geschichte+
Die Ursprünge der Kirche reichen bis in eine merowingische Gründung des 6. oder 7. Jahrhunderts zurück, als sie den Mittelpunkt einer Urpfarrei bildete. Auf den Fundamenten einer römischen Wachturmanlage wurde sie als Zentrum der Christianisierung errichtet und im Jahr 640 geweiht. Kurz nach 700 entwickelte sie sich zu einer Klosterkirche, und 905 erfolgte die erste Erwähnung als Stiftskirche. Im Jahr 952 gelangten Reliquien des Presbyters Severus nach Trier und später, unter Erzbischof Egbert von Trier (977–993), in einer Prozession nach Münstermaifeld, wodurch der Ort zu einem bedeutenden Wallfahrtszentrum avancierte. Der romanische Vorgängerbau, dessen unterer Teil des Westwerks noch heute sichtbar ist, wurde 1103 geweiht. Zwischen 1225 und 1322 erfolgte der Umbau zur heutigen gotischen Kirche, wobei zunächst das Chorhaus im spätromanischen Stil begonnen und anschließend Querschiff und Langhaus in hochgotischen Formen ausgeführt wurden. Das Kollegiatstift wurde 1802 im Zuge der Säkularisation aufgelöst. Umfassende Renovierungsarbeiten zwischen 1924 und 1933 legten wertvolle Wandmalereien aus dem 13. bis 15. Jahrhundert frei.
Lage+
Die Stiftskirche befindet sich in Münstermaifeld, einer Stadt im Landkreis Mayen-Koblenz in Rheinland-Pfalz, Deutschland.
Vor Ort+
Die Stiftskirche St. Martin und St. Severus ist heute ein geschütztes Kulturgut und dient weiterhin als bedeutendes architektonisches und historisches Denkmal. Ihr Inneres beeindruckt durch die Weite des Raumes und das vielgestaltige Gewölbe. Zu den bemerkenswerten Kunstwerken zählen das spätgotische Antwerpener Retabel als Hauptaltar und das Heilige Grab mit sieben Tuffsteinfiguren im nördlichen Seitenschiff.
In der Naehe+
- Herrenhaus Maifelder Hof (Herren- und Gutshaus, 52 m)
- Alten Propstei (Residenz, 75 m)
- Kurfürstlicher Hof (Residenz, 106 m)
- Stiftsherrenhaus (Herren- und Gutshaus, 112 m)
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Chris06 / CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 50.2477, 7.3627