Kathedrale/DomWaldsassen

Stiftsbasilika Waldsassen

Stiftsbasilika Waldsassen

Pfarrkirche

Die Stiftsbasilika Waldsassen, eine herausragende Barockkirche in Bayern, befindet sich im oberpfälzischen Tirschenreuth. Sie dient heute als Pfarrkirche und ist der Himmelfahrt Mariens sowie dem Evangelisten Johannes geweiht. Als ehemalige Klosterkirche der Zisterzienserinnenabtei Waldsassen zählt sie zu den bedeutendsten Sakralbauten des süddeutschen Barock.

Geschichte+

Die Ursprünge des Zisterzienserklosters Waldsassen reichen bis in die Jahre 1132/1133 zurück. Eine erste dreischiffige Basilika ohne Turm, die den zisterziensischen Baustil widerspiegelte, wurde 1179 geweiht. Im Zuge der Reformation und der Verbreitung des protestantischen Glaubens in den pfälzischen Gebieten erfolgte 1556 die Auflösung des Klosters. Nach der Rekatholisierung unter dem bayerischen Kurfürsten Maximilian I. kehrten 1661 Zisterzienser aus Fürstenfeld zurück. Der barocke Neubau des Klosters und der zugehörigen Kirche begann ab 1681. Der Grundstein für die heutige Kirche wurde 1685 gelegt, die eigentlichen Bauarbeiten starteten vier Jahre später. Unter der Leitung namhafter Baumeister wie Georg Dientzenhofer und Abraham Leuthner entstand eine beeindruckende Pfeilerbasilika. Die Ausstattung wurde von Künstlern aus ganz Europa gestaltet. Die Weihe der Kirche erfolgte 1704 durch Weihbischof Franz Ferdinand von Rummel. Im Rahmen der Säkularisation 1803 wurde die Klosterkirche der katholischen Gemeinde als Pfarrkirche übergeben. 1863 wurde das Kloster als Priorat der Zisterzienserinnen neu gegründet und von Schwestern aus Seligenthal wiederbesiedelt. Papst Paul VI. erhob die Stiftskirche 1969 zur Basilica minor.

Lage+

Die Stiftsbasilika Waldsassen liegt in der Stadt Waldsassen im Landkreis Tirschenreuth, im bayerischen Regierungsbezirk Oberpfalz.

Vor Ort+

Die Stiftsbasilika beeindruckt mit einer Gesamtlänge von 82 Metern. Ihr Hauptschiff ist mit Kapellen und Emporen ausgestattet, wobei die Prager Architektur und der Passauer Dom als Vorbilder dienten. Der Innenraum ist reich mit Stuckaturen von Giovanni Battista Carlone verziert. Deckenfresken von Johann Jakob Steinfels zeigen Szenen der Klostergründung, aus dem Leben Jesu und eine Darstellung Marias, die ihren Mantel ausbreitet. Der Hochaltar aus schwarzem Marmor, geschaffen von Giovanni Battista Carlone, beherrscht den Chorraum und zeigt ein Kreuzigungsbild von Jean Claude Monot. Ein seltener Kugeltabernakel aus Salzburger Marmor, ein Werk des jungen Bildhauers Karl Stilp, befindet sich in der Altarwand. Das Chorgestühl im Nonnenchor stammt von Martin Hirsch. Unter dem Kirchenschiff erstreckt sich eine Krypta. Der Fußboden des Hauptschiffes ist mit Solnhofener Plattenkalk ausgelegt und zeigt vor dem Chorraum ein Rundmotiv mit einer Windrose. Die Basilika beherbergt zudem die weltweit größte Sammlung von zwölf reich geschmückten Ganzkörperreliquien sogenannter Katakombenheiliger, die zwischen 1707 und 1765 von Adalbert Eder verziert wurden.

In der Naehe+
  • Kloster Waldsassen (Sakralbau, 52 m)
  • Kloster Fockenfeld (Sakralbau, 5137 m)
  • Schloss Hrozňatov (Kinsberg) (Schloss, 6240 m)
  • Schloss Hardeck (Schloss, 7996 m)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Aconcagua (talk) / CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 50.0042, 12.3092