KlosterSuben

Stift Suben

Stift Suben

Klosterbetrieb

Das Stift Suben, ein ehemaliges Kloster der Augustiner-Chorherren, liegt in Schärding in Oberösterreich, Österreich. Die Anlage, die heute eine Justizanstalt beherbergt, zeichnet sich durch ihre lange und wechselvolle Geschichte aus, deren Wurzeln bis ins 11. Jahrhundert zurückreichen.

Geschichte+

Die Ursprünge des Stifts Suben liegen um 1050, als eine bestehende Burg von Tuta, der Tochter Heinrichs von Formbach, in ein Kollegiatstift für weltliche Kleriker umgewandelt wurde. Dieses frühe Stift wurde während des Investiturstreits von Anhängern Kaiser Heinrichs IV. verwüstet. Eine Neugründung erfolgte zwischen 1126 und 1142 durch Bischof Altmann von Trient, der festlegte, dass die Kleriker nach der Regel des heiligen Augustinus leben sollten. Das Hochstift Salzburg erhielt das Recht zur Bestimmung des Propstes. Bereits 1146 stellte Papst Eugen III. das Stift unter seinen Schutz und bestätigte dessen Besitzungen. Im Jahr 1236 wurde dem Stift die freie Propstwahl zugestanden, die jedoch erst 1474 erstmals ausgeübt wurde. Das Stift pflegte durch Gebetsverbrüderungen Kontakte zu anderen Klöstern und erhielt im frühen 16. Jahrhundert durch den Passauer Bischof Wiguleus Fröschl wichtige Aufgaben in der Seelsorge zahlreicher Pfarreien des Innviertels. Ab 1140 übten die Grafen von Schaunberg die Vogtei über das Kloster aus, bis das Stift nach dem Tod des letzten Schaunbergers 1559 eine eigene Hofmark mit Hofrichter wurde. Im späten 16. Jahrhundert kam es zu disziplinarischen Problemen, die erst unter Propst Michael Hering behoben wurden. Unter Propst Ernest Theophil Scharrer wurde die Erzbruderschaft „Maria Hilf“ installiert und er erhielt 1684 das Recht zum Gebrauch der Pontifikalien. Die heutige Kirche entstand zwischen 1766 und 1770. Im Jahr 1779 kam Suben mit dem Innviertel von Bayern zu Österreich. Kaiser Joseph II. hob das Stift Suben am 6. März 1784 auf. Die Klosterkirche wurde zur Pfarrkirche, und die Gebäude gingen in Staatsbesitz über.

Lage+

Das ehemalige Kloster Stift Suben befindet sich in der Marktgemeinde Suben, nahe Schärding, in Oberösterreich, Österreich. Es liegt auf einer Höhe von etwa 316 Metern über dem Meeresspiegel.

Vor Ort+

Die ehemaligen Klostergebäude des Stifts Suben dienen heute als Justizanstalt. Die frühere Klosterkirche wird weiterhin als Pfarrkirche Suben genutzt.

In der Nahe+
  • Burgruine Schärding (Burg, 4891 m)
  • Schloss Neuhaus (Schloss, 5268 m)
  • Kollegiatstift St. Veit, Eholfing (Kloster, 6298 m)
  • Schloss Hackledt (Schloss, 6799 m)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Stift_Suben.JPG

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 48.4127, 13.4299