Der Sakralbau kann besichtigt werden
Stift Neuberg

Das Stift Neuberg oder Neuberger Münster ist ein ehemaliges Kloster der Zisterzienser (OCist) in Neuberg an der Mürz in Österreich. Es hat seinen mittelalterlichen Charakter weitgehend bewahrt.
Das Kloster wurde 1327 von dem Habsburger Herzog Otto den Fröhlichen aus Anlass der Geburt seines Sohnes Friedrich gegründet. Als Tochterkloster von Stift Heiligenkreuz gehörte es der Filiation der Primarabtei Morimond an. Seit etwa 1330 wurde an der monumentalen hochgotischen Hallenkirche gebaut, die erst unter Kaiser Friedrich III. 1496 vollendet werden konnte. Der hölzerne Dachstuhl aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts ist mit mehr als 1100 m³ Lärchenholz der größte und bedeutendste erhaltene Holzdachstuhl im deutschen Sprachraum. Die Ausstattung des Münsters wird vom frühbarocken Hochaltar dominiert, der 1612 entstand.
Aus der Zeit der Gotik sind die lebensgroße Sandsteinstatue der Neuberger Madonna und mehrere Flügelaltäre erhalten. Der Kreuzgang mit dem Kapitelsaal besitzt kostbare Reliefs, die zu den wichtigsten Zeugnissen der Skulptur des 14. Jahrhunderts in Österreich zählen.
Nach wechselvoller Geschichte wurde das Kloster 1786 von Kaiser Joseph II. aufgehoben. Die Klosterkirche wurde Pfarrkirche von Neuberg. Ein Trakt im Südosten der Stiftanlage wurde um 1850 zu einem Jagdschloss für Kaiser Franz Joseph umgebaut.
Im Jahr 1996 wurde die Anlage für die Steirische Landesausstellung umfassend renoviert.
Gegenwart+
Ende 2007 übergaben die Republik Österreich und die österreichischen Bundesforste (ÖFB) die Liegenschaften Stift und ehemaliges kaiserliches Jagdschloss mit einigen Auflagen und Wünschen an die Aigner Immobilien Gruppe. Mit schrittweiser Sanierung des weitläufigen Stiftsareals wurde ein Konzept zur Nutzung entwickelt, sodass sich private und gewerbliche Nutzer in die Räumlichkeiten des Stiftes einmieten können. Im Stift sind die Schauglashütte Kaiserhof, ein Naturmuseum, das Pölzl Museum und verschiedene Gärten zu besichtigen, das im Jahr 1991 eröffnet wurde und aus einer Privatsammlung stammt. Die Erweiterung erfolgte durch Herbert Schliefsteiner. Im Stiftshof befinden sich in 50 Zimmern Übernachtungsmöglichkeiten.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://en.wikipedia.org/wiki/File:Neuberg20070527_1.jpg
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 47.6631, 15.5786