KlosterGoslar

Stift Georgenberg, Goslar (Grauhof)

Stift Georgenberg, Goslar (Grauhof)

Ruine, frei zugänglich

Die Stiftsruine St. Georg in Goslar, auf dem Georgenberg gelegen, stellt die Überreste eines historischen Klosters dar, dessen Gründung auf Kaiser Konrad II. zurückgeht. Heute sind lediglich Fragmente der Grundmauern erhalten, die frei zugänglich sind und einen Einblick in die frühe Geschichte Goslars bieten.

Geschichte+

Die Geschichte des dem heiligen Georg geweihten Stifts ist eng mit der salischen Dynastie verbunden. Kaiser Konrad II. gilt als erster Gründer, während Heinrich IV. als zweiter Gründer und Heinrich V. als bedeutender Wohltäter des Stifts genannt werden. Archäologische Funde bestätigen diese Entwicklung und weisen darauf hin, dass die Salier auf noch ältere Vorgängerbauten zurückgriffen. Eine Burganlage auf dem Georgenberg, deren Charakter und Datierung umstritten sind, wird in verschiedenen historischen Quellen erwähnt. Eine Hypothese, dass sich hier eine frühere Reichsburg namens „Alaburg“ befand, die im Jahr 984 erobert wurde, wird diskutiert. Spätere Berichte aus dem 13. Jahrhundert sprechen von der Zerstörung eines „slot“ der Herzöge von Sachsen auf dem Georgenberg. Ausgrabungen in den 1960er Jahren legten einen etwa 18,50 Meter langen Saalbau mit Ostapsis und Westempore frei, der dem frühen 10. Jahrhundert zugeordnet wird und als ältester Baukörper gilt. Um 1025 ließ Konrad II. westlich dieser Kapelle ein eingewölbtes Oktogon errichten, das in seiner Bauweise der Aachener Pfalzkapelle ähnelte und eine Nord-Süd-Ausdehnung von etwa 27 Metern hatte. Zwischen 1065 und 1073 wurde die alte Kapelle unter Heinrich IV. zu einem zweigeschossigen, dreischiffigen Choranbau umgestaltet.

Lage+

Das ehemalige Kloster Stift Georgenberg befindet sich in Goslar, einer Stadt im Bundesland Niedersachsen in Deutschland.

Vor Ort+

Von den ehemaligen Stiftsgebäuden, die bei den Goslarer Unruhen im Jahr 1527 niedergebrannt wurden, sind heute fast nur noch Fragmente der Grundmauern vorhanden. Diese Ruinen sind frei zugänglich und können besichtigt werden.

In der Naehe+
  • Kaiserpfalz Goslar (Residenz, 938 m)
  • Kloster Riechenberg (Sakralbau, 2394 m)
  • Adelssitz Cramer von Clausbruch (Herren- und Gutshaus, 3978 m)
  • Rittergut Astfeld (Herren- und Gutshaus, 4721 m)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Tüte at German Wikipedia / Public domain via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 51.9111, 10.4283