StadtbefestigungVolkach

Stadtbefestigung Volkach

Stadtbefestigung Volkach

Die Stadtbefestigung kann besichtigt werden

Die Volkacher Stadtbefestigung ist noch in großen Teilen erhalten. Sie umrundet die Altstadt von Volkach und wird von den beiden Toren im Süden (Oberes Tor) und im Norden (Unteres Tor) bekrönt. Die Mauer verläuft parallel zu den Straßen Storchgasse, Untere Zwingergasse, Obere Zwingergasse und am Ostrand des Hindenburgparks.

Die Stadtbefestigung Volkachs orientierte sich von Anfang an stark am Gelände. Die Volkach und der Main beeinflussten den Verlauf der Befestigung. Eine Veränderung des Standorts der Stadtmauer fand über die Jahrhunderte nicht statt.

Vor dem 14. Jahrhundert schützte die Volkacher Bürger eine Mauer aus Erde und Holz. Um 1300 stand die erste steinerne Befestigung um die Stadt. Sie bestand aus Graben, Zwinger und Mauer. Diese hielt etwa 250 Jahre und wurde erst im Laufe des 16. Jahrhunderts ersetzt. 1540 wurden die ersten Teile neuangelegt, 1568 eine neue Verpanzerung der Zwingermauern vorgenommen. 1573 erneuerte man die Mauern am Unteren Tor. Im Jahr 1591 folgten weitere Neubauten. 1608 die Neuanlage der Wehranlage an der Mainseite. Hier brachte man acht Türme an. Den Abschluss bildete 1644 der Neubau eines Viertels der Gesamtanlage. Bei diesen Erneuerungen spielte der Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn eine herausragende Rolle.

Die Mauer war trotz dieser Ausbesserungsarbeiten nie wirklich abwehrbereit. Sowohl Kroaten als auch Schweden konnten die Stadt im Dreißigjährigen Krieg einnehmen. Danach zerfiel die Befestigung zusehends. Im 18. Jahrhundert wurde das Überbauen der Zwinger zugelassen, 1760 lagen im Stadtgraben bereits die Gärten der Volkacher. Eine Verbauung des Grabens erfolgte nach 1870 dann vollständig, wobei sich dies auf die südlichen, nördlichen und östlichen Teile beschränkte.

Auch die Mauer fiel der fortschreitenden Öffnung zum Opfer. Vor 1804 kam es zum Durchbruch an der Westmauer. Das Weihertor wurde geschaffen. Dasselbe geschah 1875 im Osten der Stadt. Eine Nordostöffnung bestand mit dem Zeilitzheimer Tor bereits. Die Industrialisierung und der zunehmende Verkehr beseitigte dann auch die Vortürme an den Toren und ließ das heutige Stadtbild entstehen.

Erhaltene Reste+

Die erhaltenen Überreste der Befestigungsanlage stammen aus dem 14. beziehungsweise 15. Jahrhundert. Meist sind es Reste der Stadtmauer. Ausnahmen bilden der Untere Torturm, das Zeilitzheimer Tor und das Obere Tor. Besonders gut erhalten ist die Mauer im Bereich der Klostergasse, wo noch Wehrgänge und Rundturmstümpfe existieren.

Nimm Mobile Geschichte mit auf die Reise

Diesen Text liest du gerade kostenlos. Mit Premium kommt dazu, was unterwegs zählt: Beschreibungen vorlesen lassen, Objekte durch die Kamera finden, Regionen offline mitnehmen.

  • Alle Beschreibungstexte, auch die der ~17.700 Premium-Objekte
  • Audio-Guide: Beschreibungen unterwegs vorlesen lassen
  • AR-Sucher: Objekte durch die Kamera sehen, mit Entfernung und Richtung
  • Unbegrenzte Merkliste

14 Tage kostenlos testen, danach ab 2,99 € im Monat. Jederzeit kündbar.

Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Stadtbefestigung,_Klostergasse,_Volkach.JPG?uselang=de

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 49.8644, 10.2256