StadtbefestigungPrenzlau

Stadtbefestigung Prenzlau - Hexenturm

Stadtbefestigung Prenzlau - Hexenturm

Der Turm kann besichtigt werden

Der Hexenturm ist ein nachträglich in die Stadtmauer eingefügter Rundturm an der Ostflanke der Prenzlauer Befestigung. Der Bau begann 1494; dendrochronologische Untersuchungen von original verbauten Hölzern in den Schießscharten ergaben Fälldaten kurz nach 1498, was auf eine Bauzeit von etwa fünf bis sechs Jahren schließen lässt. Er diente der Verstärkung der angreifbaren Ostseite und zugleich als Gefängnis und Wachturm. Der Chronist Süring berichtet, dass hier zahlreiche der Hexerei verdächtigte Frauen und Mädchen festgehalten wurden; Hexenprozesse fanden in Prenzlau noch bis 1728 statt.

Der Turm ist ein typischer spätmittelalterlicher Backsteinrundturm von etwa 25 m Höhe mit fünf gewölbten Geschossen und einem etwa 8 m tiefen Verlies. Der ursprüngliche Eingang liegt 3,50 m hoch und war nur über eine Leiter erreichbar. Im 20. Jahrhundert wurde feldseitig ein zweiter Zugang eingebrochen, der direkt ins Verlies führt. Den Abschluss bilden ein Zinnenkranz (mit Wappenschmuck) und ein steinerner Kegelhelm, der einst einen schmiedeeisernen Adler trug. 2011 wurden Wehrgang und Zinnenkranz für 120.000 Euro saniert und eine neue Außentreppe angebracht.

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Bild: By Kvikk - Own work, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=26815685

Lage: 53.3133, 13.8633