Die Stadtbefestigung kann besichtigt werden
Stadtbefestigung Büdingen

Die Stadtbefestigung wurde im Laufe der Jahrhunderte immer weiter ausgebaut und hatte neu entstandene Viertel zu beschützen. Eine Riesenanlage, die vor allem eine Machtdemonstration der Grafen von Ysenburg war. 1321 wurde der Ort zuerst als Stadt bezeichnet und bald darauf erhielt er auch schon eine Befestigung. Nördlich der Stadt entstand vor 1351 die bis 1390 ummauerte ursprüngliche Neustadt, die 1428 mit der Altstadt vereinigt wurde.
Unter Graf Ludwig II. von Ysenburg-Büdingen (1461-1511) wurden nach den schweren Verwüstungen der so genannten Mainzer Stiftsfehde 1461-63 beide Stadtteile mit einer gemeinsamen Befestigung umgeben. Der Altstädter Teil der Anlage ist im Süden besonders gut überliefert: drei turmartige Vorbauten, ein eingezogener Turm sowie das Steinerne Haus mit Resten des Mühltores sind erhalten. Die Befestigung der Neustadt ist im Westen noch teilweise vorhanden, im Norden ging sie in einer neuen Befestigung aus der Zeit um 1500 auf.
Im Osten entspricht die Stützmauer der neuen Befestigung dem Verlauf der Neustadtmauer des 14. Jahrhunderts. Bei der Neubefestigung um 1490 wurde der "Dicke Turm" hinzugefügt und die am höchsten gelegene Nordwestecke durch das große Bollwerk mit der Streichwehr verteidigungstechnisch auf den neuesten Stand gebracht. Dem Untertor westlich vorgelagert wurde 1503 ein repräsentatives triumphbogenartiges Doppelturmportal mit Blendmaßwerk als Haupteingang der Stadt. Alle Mauerteile und Türme sowie die gestalteten Architekturteile sind in heimischem Sandstein errichtet, der ein Kilometer südlich der Stadt gebrochen wurde. Im Bereich der Altstadtmauer wurden kleinere Bruchsteinformate in unregelmäßigem Verband vermauert. Buchstäblich herausragend: der "Teufelsturm" . Er liegt an der westlichen Altstadtmauer und wurde im Jahr 1353 erbaut.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
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Lage: 50.2934, 9.1140