Kathedrale/DomKiedrich

St. Valentin

St. Valentin

Filialkirche

Die Kirche St. Valentin in Kiedrich, im Rheingau-Taunus-Kreis in Hessen gelegen, ist eine bemerkenswerte spätgotische Basilika. Sie ist als Kulturdenkmal in Hessen geschützt und zeichnet sich durch eine weitgehend erhaltene historische Ausstattung aus, die eine stilistische Einheit von überregionaler Bedeutung bildet. Seit 2010 trägt sie den Titel einer Basilica minor.

Geschichte+

Die Ursprünge der Seitenschiffe der Kirche reichen bis ins Jahr 1380 zurück, während der Hauptbau im Wesentlichen Ende des 15. und Anfang des 16. Jahrhunderts entstand. Eine Besonderheit ist die umfassende gotische Innenausstattung, darunter das Laiengestühl von Erhart Falckener aus dem Jahr 1510 mit der Gerechtigkeitsspirale, die Kiedricher Madonna (um 1350) und verschiedene gotische Altäre. Der Hochaltar von 1619 dient als Grabaltar für Caspar zu Elz-Langenau. Einzigartig ist der Lettner zwischen Langhaus und Chor, der nach seiner Entfernung im 17. Jahrhundert im 19. Jahrhundert auf Initiative von John Sutton rekonstruiert wurde. Die Finanzierung des Kirchenbaus erfolgte durch Pilgerspenden, die zu den Reliquien des Heiligen Valentin kamen. Diese Reliquien, Knochenfragmente aus Schädel und Wirbelsäule, gelangten um 1350 aus dem Kloster Eberbach nach Kiedrich und werden bis heute von Wallfahrern besucht. Der Heilige Valentin gilt als Schutzpatron der Epileptiker und Liebenden. Seit 2016 ist St. Valentin eine Filialkirche innerhalb der Pfarrei St. Peter und Paul Rheingau. Eine umfangreiche Sanierung des Innen- und Außenbereichs wurde von 2012 bis 2018 durchgeführt.

Lage+

Die Kirche St. Valentin befindet sich in Kiedrich, einer Gemeinde im Rheingau-Taunus-Kreis in Hessen, Deutschland.

Vor Ort+

Die Kirche ist heute eine Filialkirche der Pfarrei St. Peter und Paul Rheingau. Auf dem Kirchhof steht die spätgotische St.-Michaels-Kapelle mit Beinhaus. Eine der ältesten spielbaren Orgeln der Welt, die älteste in Hessen, befindet sich in der Kirche. Der liturgische lateinische Choralgesang wird von den Kiedricher Chorbuben gepflegt, eine Tradition, die seit 1333 belegt ist.

In der Naehe+
  • Schloss Groenesteyn (Kiedrich) (Schloss, 274 m)
  • Ruine Scharfenstein (Kiedrich) (Ruine, 758 m)
  • Schloss Reinhartshausen (Erbach) (Schloss, 2543 m)
  • Kloster Eberbach (Sakralbau, 2761 m)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Mylius / GFDL 1.2 via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 50.0412, 8.0847