KlosterHabach

St. Ulrich (Habach)

St. Ulrich (Habach)

Pfarrkirche

Das ehemalige Kollegiatstift St. Ulrich in Habach, Bayern, ist heute eine katholische Pfarrkirche. Die Anlage ist als Baudenkmal geschützt und zeichnet sich durch eine reiche Geschichte und eine kunstvolle Ausstattung aus, die im Laufe der Jahrhunderte verschiedene Veränderungen erfahren hat.

Geschichte+

Die Gründung des Stifts St. Ulrich erfolgte im 11. Jahrhundert durch Graf Norbert von Hohenwart, vermutlich als Chorherrenstift, wobei eine klare Zuordnung zur Augustinerregel nicht gesichert ist. Im Jahr 1330 erhielt Habach, zusammen mit weiteren oberbayerischen Klöstern, von Kaiser Ludwig dem Bayern das Hofmarksrecht. Ab 1560 hatten die bayerischen Herzöge das Recht, die Pröpste des Stifts zu ernennen. Ein Neubau der Ulrichskirche begann 1663 auf den Fundamenten eines älteren Gotteshauses, das 1073 geweiht worden war. Die feierliche Einweihung der Stiftskirche durch den Augsburger Weihbischof Kaspar Zeiler fand 1668 statt. Ein Brand im Jahr 1704 zerstörte den Westteil der Kirche, die Sakristei und den Kirchturm. Im Zuge der Säkularisation wurde das Stift samt Hofmark 1802 aufgelöst, und die Stiftskirche wurde zur Pfarrkirche. In den 1960er-Jahren kam es zu Umgestaltungen im Innenraum und zur Entfernung von Teilen der Ausstattung. Diese Eingriffe wurden zwischen 2016 und 2021 teilweise rückgängig gemacht, beispielsweise durch die Wiederaufstellung von Rokoko-Beichtstühlen aus dem Jahr 1738.

Lage+

St. Ulrich befindet sich in Habach, einer Gemeinde im Landkreis Garmisch-Partenkirchen in Bayern, Deutschland.

Vor Ort+

Die ehemalige Stiftskirche dient heute als katholische Pfarrkirche. Sie beherbergt einen Hochaltar des Weilheimer Bildhauers Ambros Dengler, dessen Altarbild von Simon Bernhard aus Murnau gemalt wurde und den Kirchenpatron darstellt. Die Kirche ist zudem mit sechs Seitenaltären, reichem Deckenstuck und einer Kanzel ausgestattet. Die 14 Kreuzwegstationen wurden 1732 von Johannes Zick gemalt. Seit einer Restaurierung im Jahr 2021 ist auch ein Tafelbild von Elias Greuter dem Älteren, das die Verlobung der heiligen Katharina mit dem Christuskind zeigt, wieder in der Kirche zu sehen.

In der Naehe+
  • Schloss Neuegling (Schloss, ca. 5842 m entfernt)
  • Schloss Rieden (Schloss, ca. 8038 m entfernt)
  • Schloss Murnau (Schloss, ca. 8046 m entfernt)
  • Kloster Schlehdorf (Sakralbau, ca. 8337 m entfernt)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Gras-Ober / CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 47.7280, 11.2790