KlosterAachen-Mitte

St. Salvator

St. Salvator

Sozialwerk

Das Kloster St. Salvator, gelegen auf dem Salvatorberg in der Städteregion Aachen, Nordrhein-Westfalen, ist eine römisch-katholische Einrichtung, deren Ursprünge bis ins 9. Jahrhundert zurückreichen. Geweiht dem Salvator Mundi, dem Erlöser der Welt, stellt die Anlage ein bedeutendes Baudenkmal dar, das eine lange und wechselvolle Geschichte von geistlicher Nutzung und baulichen Veränderungen durchlaufen hat.

Geschichte+

Die erste Erwähnung eines Vorgängerbaus der heutigen Klosterkirche datiert um das Jahr 840, als Ludwig der Fromme eine Friedhofskapelle errichten ließ. Bereits dreißig Jahre später wurde diese Kapelle von Ludwig dem Deutschen als baufällig beschrieben und 870 unter die Obhut der Abtei Prüm gestellt, die sie wiederherrichten und neu weihen ließ. Kaiser Otto III. schenkte die Kapelle 997 einem neu gegründeten Benediktinerinnenkloster auf dem Salvatorberg. Schon 1005 übertrug Kaiser Heinrich II. sie dem Kollegiatstift zu St. Adalbert. Um 1039 entstand im Auftrag Heinrichs III. ein Neubau in Form einer flach gedeckten dreischiffigen Pfeilerbasilika, die 1059 dem Aachener Münsterstift übertragen wurde und dort bis zur Säkularisation 1802 verblieb. Die Kapelle erwarb sich zunächst einen Ruf als Wallfahrtskirche, verfiel jedoch ab dem 15. Jahrhundert zunehmend. Trotz wiederholter Restaurierungsversuche zwischen 1750 und 1800 konnte der Verfall nicht aufgehalten werden. Nach der Säkularisation wurde die Kirche 1806 dem Aachener Bischof Marc-Antoine Berdolet übergeben, der sie dem Josephinischen Institut zur Nutzung überließ. Da der Zustand der alten Kirche immer schlechter wurde, erfolgte schließlich von 1883 bis 1886 ein vollständiger Neubau im Stil einer dreischiffigen Basilika unter Leitung des Aachener Stadtbaumeisters Joseph Laurent.

Lage+

Das Kloster St. Salvator befindet sich auf dem Salvatorberg, einer Erhebung am Stadtrand von Aachen, die den südöstlichen Ausläufer des Lousbergs bildet. Es liegt in der Städteregion Aachen im Bundesland Nordrhein-Westfalen.

Vor Ort+

Der heutige Kirchenbau aus dem 19. Jahrhundert ist als Baudenkmal in Nordrhein-Westfalen geschützt. Nach einer über 700-jährigen Phase des Leerstands wurde der Klostertrakt von 1949 bis 2012 von den Oblaten der makellosen Jungfrau Maria genutzt. Die Stadt Aachen ist derzeit Eigentümerin der Anlage und hat einen Nutzungsvertrag mit dem Sozialwerk Aachener Christen abgeschlossen.

In der Naehe+
  • Stadtbefestigung Aachen-Marienturm (ca. 325 m)
  • Stadtbefestigung Aachen-Ponttor (ca. 604 m)
  • Aachener Dom (ca. 1067 m)
  • Schloss Hausen (ca. 1525 m)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: A.Savin / CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 50.7842, 6.0858