KlosterForchheim

St. Martin

St. Martin

Pfarrkirche

Das ehemalige Kollegiatstift St. Martin in Forchheim, Bayern, ist ein bedeutendes Baudenkmal und zeugt von einer reichen Geschichte, die bis in die karolingische Zeit zurückreicht. Die heutige Pfarrkirche vereint verschiedene Baustile und Epochen, die ihre Entwicklung über Jahrhunderte hinweg widerspiegeln.

Geschichte+

Die Ursprünge der Kirche liegen in einer Eigenkapelle eines karolingischen Königshofes, der als Schauplatz mehrerer Synoden unter den Karolingern und Ottonen diente. Zudem spielte sie eine wichtige Rolle bei der Missionierung der Mainslawen. Im Jahr 976 gelangte die Kirche durch eine Schenkung Ottos I. an das Bistum Würzburg und wurde 1017 im Zuge eines Tausches dem Bistum Bamberg zugesprochen. Um 1200 ersetzte eine spätromanische Kirche mit kreuzförmigem Grundriss den ursprünglichen Bau; Teile des Querschiffs und die Krypta sind aus dieser Zeit erhalten. Im Jahr 1354 wandelte der Bamberger Bischof Leopold von Bebenburg die Kirche in ein Stift um. Im 14. Jahrhundert erfolgte eine Erweiterung zu einer hochgotischen Basilika, deren Obergaden seit 1540 unter einem Satteldach verborgen sind. Das Hauptschiff des Langhauses besitzt eine verputzte flache Balkendecke, während andere Bereiche des Kirchenraums gewölbt sind. Der Turm, erstmals 1406 erwähnt, erhielt seine heutige Form im Jahr 1670. Durch den Reichsdeputationshauptschluss von 1803 wurde das Stift Forchheim dem Kurfürstentum Bayern zugeschlagen, das es bereits im Vorjahr militärisch besetzt hatte. Mit der Säkularisation im selben Jahr wurde die Kirche zur Pfarrkirche.

Lage+

St. Martin befindet sich in Forchheim, einer Stadt in Bayern, Deutschland. Die Kirche ist ein prägendes Element der lokalen Architektur und Geschichte.

Vor Ort+

Heute dient St. Martin als Pfarrkirche und ist ein geschütztes Baudenkmal in Bayern, das seine historische Bedeutung bewahrt.

In der Naehe+
  • Burg Forchheim (Burg, 139 m)
  • Schloss Jägersburg (Schloss, 3727 m)
  • Schloss Thurn (Schloss, 5294 m)
  • Schloss Heroldsbach (Schloss, 5617 m)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Richard Schubert / GFDL via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 49.7197, 11.0573