KlosterKleve

St. Mariä Empfängnis (Kleve)

St. Mariä Empfängnis (Kleve)

Filialkirche

Die Kirche St. Mariä Empfängnis in Kleve, auch als Unterstadtkirche oder Minoritenkirche bekannt, ist ein historischer Sakralbau in Nordrhein-Westfalen. Ursprünglich eine Klosterkirche, ist sie heute eine Filialkirche der katholischen Gemeinde St. Mariä Himmelfahrt und ein eingetragenes Baudenkmal.

Geschichte+

Das Minoritenkloster in Kleve wurde im Jahr 1285 von Graf Dietrich gestiftet, der den Minderbrüdern ein Grundstück mit Wohnhaus und eine bereits bestehende Kirche zur Verfügung stellte. Die Existenz des Klosters ist seit 1300 urkundlich belegt. Zwischen 1425 und 1445 erfolgte ein umfassender Neubau der Klosteranlage, einschließlich der heutigen schlichten gotischen Klosterkirche. Diese bildete den südlichen Abschluss des rechteckigen Klosterkomplexes, der Konventsgebäude und einen Kreuzgang umfasste. Das Chorgestühl wurde 1474 von Arnt von Kalkar geschnitzt. Das Kloster überstand die Reformationszeit im Herzogtum Kleve. Im Jahr 1698 erhielt die Kirche eine Barockkanzel von Nikolaus Albers. Unter französischer Verwaltung wurde das Kloster 1802 aufgehoben, und die Gebäude wurden in Privatbesitz verkauft. Nach profaner Nutzung in der napoleonischen Ära wurde die Kirche später als Pfarrkirche der Unterstadt wieder für Gottesdienste genutzt. Im Zweiten Weltkrieg erlitt die Unterstadtkirche bei Bombenangriffen schwere Zerstörungen, wurde aber in den Nachkriegsjahren originalgetreu wiederaufgebaut. Seit 1992 beherbergt der neue Altar der Kirche eine Reliquie des heiligen Adalbert von Prag.

Lage+

Die Kirche St. Mariä Empfängnis befindet sich in der Altstadt von Kleve, einer Stadt in Nordrhein-Westfalen, Deutschland.

Vor Ort+

Die Kirche dient heute als Filialkirche der katholischen Kirchengemeinde und Propstei St. Mariä Himmelfahrt. Sie ist ein Baudenkmal und beherbergt bedeutende Ausstattungsstücke wie das Chorgestühl von Arnt von Kalkar aus dem Jahr 1474 und eine Barockkanzel von 1698. Die Orgel wurde 1961 von der Orgelbauwerkstatt Klais erbaut.

In der Naehe+
  • Haus Koekkoek (Herren- und Gutshaus, 137 m)
  • Schwanenburg (Burg, 285 m)
  • Burg Rindern (Burg, 1941 m)
  • Herrenhaus Ten Berge (Herren- und Gutshaus, 2541 m)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: MiraculixHB; cropped by User:Rabanus Flavus / CC0 via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 51.7893, 6.1394