Privatbesitz
Senftenschlössle

Das spätgotische Steinhaus mit Fachwerkaufsatz zählt zu den wenigen, in ihrer historischen Form erhaltenen burgähnlicher Landsitze, wie sie im ausgehenden Mittelalter das Patriziat der Reichstädte im weiten Umkreis der jeweiligen Stadt besaß. Der Bruchsteinbaukörpers des Senftenschlössles mit den monolithisch gehauenen Schlitzfenstern deuten jedoch auf einen Vorgängerbau von wesentlich höherem Alter. Die Chronik erwähnt in diesem Zusammenhang eine Burg „welche schon seit 1361 die Veldner und dann die Senften besaßen, mitten in unserem Dorf“. Die Senften von Suhlburg waren ein seit dem 14. Jahrhundert bekanntes, sehr angesehenes und begütertes Stadtadelsgeschlecht. Melchior Senft zu Suhlburg stellte einen der fünf Stadträte von Schwäbisch Hall. 1515 erbaute er das Senftenschlössle als Wasserhaus zu Untermünkheim, nachdem er die Stadt Schwäbisch Hall nach einem Aufruhr verlassen musste. Der heute über längere Strecke eingedohlte Sperberbach grenzte das mit einer hohen Mauer umgebene Grundstück des Schlösschens, das nur über zwei kleine Steinbogenbrücken erreicht werden konnte, noch bis Anfang des 20. Jahrhunderts ein. 1532 wurde an der Südseite ein Steinerker eingebaut. Die Außenfassade wird aufwändigst mit rechteckigen Sonnenquadern gestaltet.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 49.1537, 9.7326