KlosterRüthen

Schwesternhaus Rüthen, später Ursulinenkloster

Schwesternhaus Rüthen, später Ursulinenkloster

Volksbank

Das ehemalige Schwesternhaus Rüthen, später bekannt als Ursulinenkloster, ist ein historischer Sakralbau in Soest, Nordrhein-Westfalen. Es zeugt von einer wechselvollen Geschichte religiöser Gemeinschaften und ihrer Rolle in der Bildung und Wirtschaft der Region.

Geschichte+

Die Ursprünge des Schwesternhauses Rüthen reichen bis etwa 1480 zurück, als Johann Stoiker sein Anwesen einer Gemeinschaft von Schwestern des gemeinsamen Lebens übergab. Diese Schwestern, die ursprünglich aus Lippstadt kamen, nahmen 1483 die Augustinerregel an und widmeten sich neben dem Gebet der Textilherstellung und der Mädchenerziehung. Der Rat der Stadt Rüthen legte 1482 die Rechte und Pflichten der Gemeinschaft fest. Im späten 17. Jahrhundert erlebte das Schwesternhaus einen Niedergang, und nach einem Brand im Jahr 1739 wurde die Niederlassung aufgegeben. Eine erhaltene Handschrift von 1488 mit mystischen Traktaten zeugt von dieser frühen Periode. Im Jahr 1749 übernahmen Ursulinen das Anwesen mit dem Ziel, eine Töchterschule einzurichten. Sie errichteten das heute noch bestehende Barockgebäude, das sie 1754 bezogen. Trotz finanzieller Unterstützung und Spenden gestaltete sich der Wiederaufbau schwierig und kostspielig, insbesondere während des Siebenjährigen Krieges. Hohe Schulden führten schließlich 1772 zur Aufgabe des Klosters durch die Ursulinen, die nach Dorsten zurückkehrten.

Lage+

Das Gebäude befindet sich in der Stadt Rüthen, die zur Region Soest in Nordrhein-Westfalen gehört.

Vor Ort+

Nach der Auflösung des Klosters diente das Gebäude verschiedenen Zwecken. Es beherbergte ab 1791 eine Posthalterei und wurde zwischen 1795 und 1803 erneut für schulische Zwecke genutzt, unter anderem zur Ausbildung von Volksschullehrern. Später wurde eine Brennerei und ein Hotelbetrieb eingerichtet. Heute wird das historische Gebäude von der örtlichen Volksbank genutzt.

In der Naehe+
  • Stadtbefestigung Rüthen-Hachtor (309 m)
  • Stadtbefestigung Rüthen-Hexenturm (449 m)
  • Schloss Körtlinghausen (3580 m)
  • Haus Welschenbeck (7531 m)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Norbert Bangert / CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 51.4909, 8.4315