KlosterRegensburg

Schottenkloster St. Jakob, Regensburg

Schottenkloster St. Jakob, Regensburg

Priesterseminar

Das ehemalige Schottenkloster St. Jakob in Regensburg, Bayern, stellt ein bedeutendes historisches Ensemble dar, dessen Ursprünge auf irische Mönche zurückgehen. Die Anlage, die heute ein Priesterseminar beherbergt, ist vor allem für die romanische Gestaltung des Nordportals der zugehörigen Klosterkirche bekannt, das als herausragendes Kunstwerk seiner Epoche gilt.

Geschichte+

Die Gründung des Klosters in Regensburg erfolgte um 1060 bis 1075, als der irische Mönch Marianus Scottus mit seinen Begleitern die kleine Kirche Weih-Sankt-Peter erhielt. Diese provisorische Niederlassung wurde bald zu klein, sodass um 1090 mit Unterstützung des Burggrafen Otto von Regensburg und angesehener Bürger ein neues, größeres Kloster errichtet wurde. Von Regensburg aus entwickelte sich ein Verband von Klöstern auf dem europäischen Kontinent, die von irischen Benediktinermönchen bewohnt waren und seit dem frühen 13. Jahrhundert unter der Leitung des Regensburger Abtes standen. Nach dem Niedergang vieler dieser Klöster während der Reformationszeit wurden die Standorte in Regensburg, Erfurt und Würzburg ab 1515/16 von schottischen Benediktinern neu besiedelt. Das Regensburger Kloster diente in den folgenden drei Jahrhunderten als Ausbildungsstätte für schottische Priester. Aufgrund seiner besonderen internationalen Verbindungen und eines exterritorialen Status entging das Kloster der Säkularisation von 1803. Erst 1862 wurde das Kloster auf Drängen des Regensburger Bischofs und auf Geheiß von Papst Pius IX. wegen Personalmangels aufgelöst und an das Bistum Regensburg übergeben. Nach Umbaumaßnahmen zwischen 1866 und 1872 zogen die Priesterseminaristen des Bistums in die ehemaligen Klosterräume ein.

Lage+

Das ehemalige Schottenkloster St. Jakob befindet sich in der Stadt Regensburg in Bayern, Deutschland.

Vor Ort+

Die ehemaligen Konventsgebäude dienen seit 1872 als Katholisches Priesterseminar. Die zugehörige Klosterkirche ist für ihr romanisches Nordportal mit seinen Portalfiguren bekannt.

In der Naehe+
  • Dominikanerinnenkloster (ca. 285 m entfernt)
  • Dörnberg Palais (ca. 346 m entfernt)
  • Thon-Dittmer-Palais (ca. 399 m entfernt)
  • Schloss Thurn und Taxis (ca. 541 m entfernt)

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Richard Bartz / CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 49.0186, 12.0883