Schloss/BurgDiepholz

Schloss Diepholz

Schloss Diepholz

Museum

Das Schloss Diepholz ist ein Schloss in Diepholz im westlichen Niedersachsen. Es entstand aus einer im 13. Jahrhundert erstmals erwähnten Wasserburg.

Geschichte+

Da im Jahr 1160 in Urkunden des Bistums Osnabrück zwei Angehörige des Geschlechts von Diepholz erwähnt werden, wird angenommen, dass die Wasserburg bereits im 12. Jahrhundert bestanden hat. Die erste schriftliche Erwähnung der Wasserburg in einer Urkunde datiert aus dem Jahr 1233. Über Burgmänner auf der Anlage wird 1330 berichtet; 1350, als ein Umbau erfolgte, wird eine Kapelle erwähnt. Die Edelherren zu Diepholz übertrugen 1510 ihre Herrschaft den Herzögen von Braunschweig-Lüneburg zum Lehen. Um das Jahr 1522 wurde das Schloss bei einem Brand zerstört und wurde danach im Renaissancestil wieder aufgebaut. Um 1550 ließ Edelherr Rudolf († 1560) das Schloss umbauen, bevor er mit seiner Frau, der Gräfin Margarete von Hoya († 1596), einzog. Ein über der Nordtür des Schlosses eingefügter Steinfries stammt aus dieser Zeit. Er zeigt die Wappen der beiden Geschlechter von Diepholz und Hoya. Mit dem Erlöschen der Grafen von Diepholz (1585) fiel das Schloss als Lehen an die Celler Linie des Herzogtums Braunschweig-Lüneburg. Anschließend bewohnten es Familienmitglieder der Welfen. Als spanische Truppen während des Niederländischen Unabhängigkeitskriegs (1568 bis 1648) in die Gegend kamen, ließ die Regierung in Celle die Befestigung des Schlosses erheblich verstärken. Im Dreißigjährigen Krieg setzten dänische Truppen das Schloss in Brand und 1637 wurde es von schwedischen Truppen zerstört. Nach dem Krieg wurde es 1651 instand gesetzt und um ein Stockwerk erhöht. Im Schloss hatte das Amt Diepholz seinen Sitz. Im Jahr 1790 gab es einen Brand im Schloss, bei dem der Südflügel und Teile des Westflügels zerstört wurden. Seit 1852 hat das Amtsgericht Diepholz seinen Sitz im Schloss. Im Turm ist das Museum im Schlossturm untergebracht.

Baubeschreibung+

Der Vorgängerbau des Schlosses war eine Wasserburg, die in einem sumpfigen Bruchwald errichtet wurde Den Burggraben speisten die Wasserläufe Alte Strothe und Lohne. Der später zum Schloss gewordene Bau ist heute eine Dreiflügelanlage mit quadratischem Grundriss. Für den Flügelbau wurden beim Wiederaufbau des Schlosses nach dem Dreißigjährigen Krieg die mittelalterlichen Grundmauern übernommen.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Frank Schwichtenberg · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0

Diese Beschreibung ist ein Auszug aus dem verlinkten Wikipedia-Artikel und stammt von dessen Autorinnen und Autoren. Sie steht wie das Original unter CC BY-SA 4.0 und darf unter denselben Bedingungen weiterverwendet werden.

Lage: 52.6036, 8.3723