SchlossPirna - Zehista

Schloss Zehista

Schloss Zehista

Leerstehend

Die erste urkundliche Erwähnung des Schlosses Zehista bei Pirna erfolgte 1355. 1390 kam das Schloss zum Lehen der Dohnaer Burggrafen und ging schließlich 1561 in den Besitz des Kurfürsten August Christoffeln von Schönfeldt. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde das Schloss 1639 Hauptquartier des schwedischen Feldmarschalls Johan Banér. In dieser Zeit sprach man vom "Pirnschen Elend", hervorgerufen durch begangene Grausamkeiten der Soldaten.

Der Pirnaer Apotheker Theophilius Jacobäer schaffte es schließlich, mit einem von der Kurprinzessin unterzeichneten Schutzbrief beim Schwedischen König Fürbitte zu leisten und bewahrte somit die Stadt Pirna vor der vollständigen Zerstörung. 1651 übernahm Oberstleutnant von Liebenau, das Zehistaer Schloss. Schließlich kam 1735 Oberstallmeister Graf Johann Adolf von Brühl in den Besitz des Anwesens. Er nahm umfangreiche Umbauten am Schloss. In seine Zeit fällt auch die Errichtung der sehenswerten Hauskirche aus dem Jahr 1742. Nach mehreren Besitzwechseln kaufte Graf Alexander Caspar von Rex (1827–?) 1820 das Zehistaer Schloss. 1945 wurden der letzte Besitzer Egon-Ferdinand Graf von Rex (1914–2008) durch die Kommunisten enteignet und vertrieben. Hiernach entstanden Umsiedlerwohnungen im Schloss.

Um das Schloss herum befinden sich mehrere Wirtschaftsgebäude und ein umfangreicher Park mit einer Teichanlage. Im Schloss war zwischenzeitlich ein Betrieb untergebracht. 2011 begann ein privater Investor mit der Sanierung des Hauptgebäudes. Das Schloss wird seit 2013 zu Wohnzwecken (12 Wohnungen) genutzt.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Thomas Eichler

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 50.9373, 13.9238