Tagungszentrum
Schloss Wustrau
Das Kavaliershaus wurde 1690 gebaut. Das alte Gutshaus war 1699 Geburtsort von Hans Joachim von Zieten. Ein erster Schlossbau ländlich-barocken Stils entstand zwischen 1747 und 1750. Seine jetzige Gestalt erhielt Schloss Wustrau im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts unter dem Grafen Albert-Julius von Zieten-Schwerin. Der zugehörige Landschaftspark entstand um 1830. Zum Gut gehörte ab 1750 ein Eiskeller, in dem das im Winter vom See herantransportierte Eis (abgedeckt mit Stroh und Torf) bis in den Sommer hinein gelagert wurde. Der Eiskeller ist mit von Friedrich Christian Glume geschaffenen Hermen verziert, die zwischen 1991 und 2003 restauriert wurden.
Im Zweiten Weltkrieg war das Schloss zeitweilig Sitz der SS-Wehrwirtschaftsführung und zentrale SS-Führungsdienststelle. Angeblich wurden von hier aus zuletzt die Konzentrationslager Sachsenhausen und Ravensbrück verwaltet. Bei Kriegsende hatte SS-Chef Heinrich Himmler hier kurze Zeit seinen Befehlsstand. Letzte Besitzerin bis zu ihrer Enteigung und Vertreibung durch die Kommunisten 1945 war Anni von Schwerin (1893–1961), seit 1918 verheiratet mit Hans-Ulrich von Oertzen.
Nach 1945 wurde das Schloss geplündert, anschließend verstaatlicht und als Notunterkunft genutzt. Von 1950 bis 1975 war eine Berufs- und Oberschule untergebracht. Das DDR-Ministerium der Justiz betrieb ab 1981 im Schloss eine Fortbildungsstätte, das Institut für Weiterbildung. Im Park wurden zu diesem Zweck zwei bis heute erhaltene Gästehäuser errichtet. Nach der Deutschen Wiedervereinigung fand die Fortbildungseinrichtung der Justiz des Landes Brandenburg bis 1993 ein Zuhause im Schloss. Seitdem ist es die zweite Tagungsstätte der Deutschen Richterakademie.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Jörg Heldt
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 52.8503, 12.8659