SchlossRielasingen-Worblingen

Schloss Worblingen

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Privatbesitz

Durch verschiedene Erbgänge wurde 1603 Achilles von Dankertsweil Inhaber der Grundherrschaft Worblingen. 1611 ließ er das gegenüber der alten Dorfkirche (abgebrannt 1856) gelegene Schloss errichten. Das Baumaterial entnahm man der ausgebrannten Ruine der Burg.

Herrschaftsnachfolger wurde:

  • 1623 der Sohn Hans Michael von Dankertsweil,
  • 1662 dessen Sohn Georg Gaudenz,
  • 1685 wiederum dessen Sohn Philip Adam.

Durch die Folgen des Dreißigjährigen Krieges schwand der einstige Wohlstand dieser Familie. 1706 wurde die Herrschaft durch den Erben und Letzten der Familie von Dankertsweil, Franz Ignatz, wegen Überschuldung an den bischöflichen Obervogt zu Bohlingen, Heinrich von Liebenfels, verkauft.

Nach dessen Tod 1742 übernahm dessen Sohn Franz Christoph von Liebenfels die Herrschaft und 1761 dessen Sohn. In jener Zeit erfolgte der Umbau des gesamten Schlossgebäudes im barocken Stil. Es erhielt ein Walmdach. Stuckdecken und Gemälde zieren die Räume.

1810 endet mit dem Tod der Letzten von Liebenfels M.Walburga, Fürstäbtissin zu Schänis, die reichsritterschaftliche Ära in Worblingen. Die Herrschaftsgüter erwarb 1817 der fürstlich hohenzollernsche Kammerherr Carl von Vourmard. Der als Wohltäter in der Ortsgemeinde sehr beliebte Carl von Vourmard lebte bis zu seinem Tode 1841 im Schloss, welches er im spätklassizistischen Stil umbauen ließ. Durch verwandtschaftliche Bande mit der Familie von Laßberg auf Schloss Meersburg verbunden, weilte die Dichterin Annette von Droste-Hülshoff während dieser Jahre mehrfach als Gast bei den von Vourmards auf Schloss Worblingen. Die Erbin von Laßberg, Freifrau de Isque, verkaufte das gesamte Worblinger Schlossgut an Freiherr Edgar von Fingerlein, einen Freund des auf Arenenberg lebenden, späteren Kaiser, Napoleon III. Edgar von Fingerlein verunglückte 1845 bei einer Jagd tödlich.

1845 verkauft die Witwe und Mutter von fünf unmündigen kleinen Kindern das gesamte Worblinger Schlossgut an jüdische Bürger aus Randegg und Worblingen. Der reiche Besitz wurde zersplittert. Die Liegenschaften wurden an Privatleute verkauft. Ein Teil des Schlosses wurde "Kaufladen", der andere eine "koschere" Gastwirtschaft ("Zum Blumenkranz", bis 1862).

Nach mehreren Privatpersonen folgte 1979 die LRS-Planbau GmbH Rottweil als Besitzer. Das Gebäude wurde im Innern gänzlich verändert, die alte Raumstruktur dabei völlig zerstört und der einst riesige offene Dachstuhl für Wohneinheiten unterteilt. Auf die frühere Nutzung als Fruchtboden weisen die Luken in den Giebelwänden hin.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 47.7240, 8.8620