SchlossWikon

Schloss Wikon

Schloss Wikon

Klosterbetrieb

Das Schloss Wikon, eine ehemalige Wehranlage, thront auf einer steilen, bewaldeten Bergzunge oberhalb des Dorfes Wikon im Kanton Luzern. Heute beherbergt es einen Klosterbetrieb und ist ein faszinierendes Beispiel für die Transformation einer mittelalterlichen Burg zu einem modernen geistlichen Zentrum.

Geschichte+

Die genaue Entstehungszeit der ursprünglich als Wiggen bekannten Anlage ist unbekannt. Laut Chroniken des 16. Jahrhunderts soll sie von den Grafen von Lenzburg gegründet worden sein. Später ging der Besitz an die Grafen von Frohburg über. Im Jahr 1373 gehörte die Feste Rudolf von Neuenburg, und 1409 den Grafen von Thierstein. Die Herren von Falkenstein werden zwischen 1420 und 1457 als Eigentümer genannt. Seit der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts waren die Herren von Büttikon als Lehensträger belegt. Nach der Schlacht bei Sempach und der Eroberung des Aargaus kam es zu Streitigkeiten über den Besitz, die 1470 durch die Eidgenössische Tagsatzung zugunsten des Standes Luzern entschieden wurden. 1476 verkaufte Rudolf von Büttikon die Anlage an die Stadt Luzern, die umfangreiche Umbauten vornahm. Von 1485 bis 1798 diente Wikon als Sitz der Luzerner Landvögte. Im Bauernkrieg von 1653 wurde der Landvogt gefangen genommen und die Geschütze abtransportiert. Nach dem Einmarsch der Franzosen wurde das Schloss geplündert und teilweise in Brand gesteckt. Im 19. Jahrhundert erwarb Pfarrer Josef Leupi die Ruine und richtete zusammen mit seiner Tante, der Benediktinerin Getrud Leupi, das Tochterinstitut Marienberg ein. Der Bergfried wurde dabei stark verändert. Eine gotische Pietà-Statue machte die 1635 geweihte Schlosskapelle zu einem Wallfahrtsort.

Lage+

Das Schloss Wikon befindet sich auf einer Höhe von etwa 560 m über dem Meeresspiegel in der Gemeinde Wikon im Bezirk Willisau, Kanton Luzern, Schweiz.

Vor Ort+

Heute wird das Schloss Wikon als Klosterbetrieb genutzt. Von der ursprünglichen mittelalterlichen Wehranlage sind der Bergfried, ein schmaler Wohnbau und der Chor der Kapelle erhalten geblieben. Der Bergfried wurde im 19. Jahrhundert stark umgestaltet. Die Kapelle ist für Besucher zugänglich, die eigentlichen Institutsgebäude hingegen nicht.

In der Nähe+
  • Schloss Reiden (Schloss), ca. 2.5 km entfernt
  • Burgruine Bottenstein (Burg), ca. 2.6 km entfernt
  • Schloss Altishofen (Schloss), ca. 7.2 km entfernt
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 47.2653, 7.9704