Fledermausmuseum
Schloss Weißig

Das Fledermausschloss Weißig befindet sich am Ortsrand von Weißig, ca einen km von Hermsdorf entfernt, inmitten der Driewitz-Milkeler Heiden in der Gemeinde Lohsa in Sachsen.
Die älteste Urkunde stammt aus dem Jahr 1469, als der Ort „Weissigke“ erwähnt wird. Der nahe gelegene Eichberg war ein Schauplatz eines bedeutenden Gefechtes. Am 19. Mai 1813 fand ein Gefecht zwischen russisch-preußischen Verbündeten und den Soldaten Napoleons statt. Dabei fielen über 1700 Soldaten des Yokschen Korps und 2000 Franzosen. 1913, also 100 Jahre später, wurde ein Denkmal am Ort des Gefechtes eingeweiht.
Das Schloss diente zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Jagdschloss der Rittergutsfamilie derer von Steinitz-Kolbitz. Im Jahr 1921 wurde das Rittergut Weißig von Ulrich Prinz von Schönburg-Waldenburg gekauft. Der Berliner Rechtsanwalt Adolf Oeren war 1922 der letzte Besitzer des Jagdschlosses Weißig und des dazugehörenden Gutes Steinitz mit ca. 700 Hektar Land. 1945 wurde Oeren durch die Kommunisten enteignet und vertrieben. Hiernach fanden Umsiedler aus den ehemaligen Ostgebieten des Reiches Zuflucht im Jagdschloss. Es waren insgesamt zehn Familien.
Trotz des sozialistischen Wohnungsbauprogramms diente das Schloss noch bis 1997 als Wohnhaus. Das Ehepaar Christine und Siegfried Liepert kaufte 1996 das vernachlässigte Anwesen. Ein Jahr später wurde es saniert. Die Arbeiten waren 1998 beendet, so dass am 31. Mai 1998 die Eröffnung des Fledermausschlosses Weißig gefeiert wurde.
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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Wei%C3%9Fig_Fledermausschloss_Mike_Kr%C3%BCger_060524_1.jpg
Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.
Lage: 51.3312, 14.3922