SchlossWeinburg am Saßbach

Schloss Weinburg

Schloss Weinburg

Privatbesitz

Auf dem Hügel über dem Eingang zum Saßbachtal stand schon gegen Ende des 12. Jahrhunderts eine kleine Wehranlage, die bis in das 14. Jahrhundert hinein „Seebach“ genannt wurde. Der erste Wehrbau dürfte von den Herren von Wildon errichtet worden sein, die ab 1211 hier bezeugt sind.

Die Wildoner übergaben die Herrschaft später dem Bistum Seckau, um sie als Lehen wieder zurückzunehmen. Nachdem ein Aufstand der Wildoner gegen Herzog Albrecht misslungen war, wurde ihr Besitz eingezogen und den Wallseern übergeben. Diese retournierten die Burg aber gegen eine Ablöse wieder an die Wildoner. Allerdings hatte diesen der Aufstand so hohe Schulden eingetragen, dass sie Weinburg 1308 wieder den Wallseern verkaufen mussten.

Danach wechselten die Besitzer häufig, wobei es mehrmals zu Erbstreitigkeiten kam. In dieser Zeit scheinen die Pettauer, die Herberstorff, die Grafen von Cilli und die Liechtenstein als Inhaber auf. 1460 war Niklas von Liechtenstein Burgherr. Er unterstützte jedoch den ungarischen König Matthias Corvinus worauf Kaiser Friedrich III daraufhin die Herrschaft beschlagnahmte. 1529 erhielt der bisherige Verwalter der Weinburg, Max Leisser, die Burg als nun landesfürstliches Lehen.

1576 fiel die Burg wieder an den Landesherrn zurück. Erzherzog Karl von Innerösterreich ließ weitgehende Umbauten vornehmen und den mittelalterlichen Wehrbau in ein wohnliches Renaissanceschloss verwandeln. Nach dem Tod des Erzherzogs wurde Weinburg verpfändet. 1658 scheinen die Grafen Breuner als Besitzer auf. Nach etlichem Eigentümerwechsel vereinigte 1825 Eduard Graf Wimpffen Weinburg mit dem benachbarten Brunnsee. Seit damals haben beide Schlösser die gleichen Eigentümer. So kam auch Weinburg 1837 in den Besitz von Marie-Caroline, der verwitweten Herzogin von Berry.

Auf sie folgten durch Erbschaft 1864 Prinz Heinrich Graf Chambord und 1918 die Grafen Lucchesi-Palli, denen Schloss Weinburg auch heute noch gehört. 1945 wurde der Südflügel von abziehenden deutschen Soldaten gesprengt. Sein Wiederaufbau beschränkte sich auf das Erdgeschoß.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://www.wehrbauten.at

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 46.7548, 15.7195