SchlossVerušičky (Klein Werscheditz)

Schloss Verušičky (Klein Werscheditz)

Schloss Verušičky (Klein Werscheditz)

Privatbesitz

Der Ort Verušičky (Klein Werscheditz) liegt 25 km südöstlich von Karlsbad. Das hiesige Schloss entstand durch den Umbau einer Renaissancefeste in der Ortsmitte.

Die Feste wurde noch vor 1557 gegründet. Eine erste direkte schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1589. Die älteste Beschreibung der Burg geht auf das Jahr 1682 zurück, als sich die Gebrüder Anton Johann Friedrich und Leopold Anton Edmund von Liebstein von Kolowrat die Herrschaft teilten, eine eingehendere Beschreibung stammt aber erst aus dem Jahre 1709. Der alte Rittersitz in Verušičky/Klein Werscheditz war ein zweigeschossiger Steinbau. Zu Füßen der Feste befand sich ein Meierhof.

Die Feste war anfangs ein großer rechteckiger zweigeschossiger Bau. Seine Konstruktion bildet bis heute den Kern des bestehenden nördlichen Schlossflügels. Alle Räume im Erdgeschoss waren zu anfangs sicher gewölbt, wovon auch Beschreibungen aus den Jahren 1682 und 1709 zeugen, aber bei späteren Umbauten wurden diese Gewölbe entfernt. In diesem angedeuteten Aussehen stand das Gebäude der Werscheditzer Feste noch zu Beginn des 18. Jahrhunderts im Ort. Irgendwann später wurde sie im Barockstil umgebaut.

Diese baulichen Veränderungen betrafen vor allem ihr Inneres. Wohl gleichzeitig versah der unbekannte Bauherr die nördliche Gebäudefront in ihrer Achse mit einem großen Risalit und baute darüber hinaus einen Seitenflügel an. Zum Abschluss des 19. Jahrhunderts machte das Schloss einen rasanten neugotischen Umbau durch. Die nordwestliche und nordöstlichen Ecke des Hauptflügels wurden mit zwei achteckigen Türmchen versehen, die westliche Front durch mittels zweier Stützpfeiler befestigt. Die Krone der Gemäuer zierten fortan dreieckige Giebel mit Zinne und die rechteckigen Fenster im 1. Stock erhielten neugotische Fenstersimse. Der Seitenflügel war weniger vom Umbau betroffen, dennoch ziert ihn seither ein neuer Giebel. In diesem Aussehen blieb das Schloss bin in die Gegenwart erhalten.

Nach Kriegsende 1945 wurden die deutschen Besitzer von den Tschechen enteignet und vertrieben (oder ermordet). Diese Verbrechen wurden durch die Beneš-Dekrete legalisiert. Das Schloss Verušičky diente nach 1945 vor allem zum Betrieb eines Staatsgutes, das jedoch den baulichen Zustand des Schlosses arg vernachlässigte. So verfiel es langsam und wurde baufällig. Durch das Dach des inzwischen verlassenen Objekts sickert Regenwasser ein, das die Außenwände und Fassaden zerstört und die Statik der Decken in den einzelnen Etagen angegriffen hat. Am meisten litten jedoch alle Innenräume, die Türen und Fenster sind völlig zerstört. Das Objekt ist heute in Privathand.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://cs.wikipedia.org/wiki/Veru%C5%A1i%C4%8Dky#mediaviewer/Soubor:Veru%C5%A1i%C4%8Dky_-_z%C3%A1mek.jpg

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 50.1414, 13.1741