SchlossBoxberg-Unterschüpf

Schloss Unterschüpf

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Schule

1561 errichtet Ritter Albrecht von Rosenberg (1518-1572) den Urbau des Schlosses nach finanzieller Abfindung überläßt er seine Boxberger Herrschaft dem Pfalzgrafen und wählt Unterschüpf als neues Domizil. 1572 stirbt Albrecht in Wien ohne direkte Nachkommen. Sein Schloß geht durch Kauf an die verwandten Linien deren von Leyen und von Dienheim über. 1610 erwerben Albrecht Christoph und Georg Sigmund von Rosenberg - es ist die Waldmannshofener bzw. Haldenbergstettener Linie - von den Dienheims das Schloß für beträchtliche 26.000 Gulden. Danach reißen sie es zum Großteil ab und erstellen den Bau neu in seiner heutigen Form als Wasserschloß mit breiten Gräben und einer Zugbrücke am Hauptportal. Nach Aussterben der Rosenberger Linie 1640 überläßt Kurmainz seine Lehen den Grafen von Hatzfeld. Die Grafen erwerben zudem das Schloß, das sie später dem Stift Würzburg als Lehen auftragen. Im Zuge der Gegenreformation errichten die katholischen Grafen 1672 eine eigenständige Pfarrei mit dem Schloßsaal als Gottesdienstraum, in dem die messen bis zum Jahre 1956 gefeiert wurden.

1728 entgeht das Wasserschloß knapp der großen Feuersbrunst am 10. März, nach der "... 120 kleine und größere Gebäude darniederlagen." Mit Cajetan von Hatzfeld stirbt 1794 diese Linie aus. Die Gemeinde wird damit nach Heimfall der kurmainzischen und würzburgischen Lehen nun Sitz der kurmainzischen Amtsvogtei Schüpf wie des würzburgischen Amts Schüpf.

1808 erwirbt der Fürst von Leiningen das Schloß. 1830 werden die Wassergräben nach oftmaliger Beschwerde seitens der Gemeinde und Bürgerschaft zugeschüttet. 1837 erwerben der wohlhabende Unterschüpfer Bürger Leonhard Westfeld (Westfeldsches Haus) und der verschwägerte Georg Banzer das Schloß. Die Gemeinde Unterschüpf kauft 1874 das Gebäude von der Familie Westfeld zwecks Einrichtung einer nichtkonfessionellen gemeinschaftlichen Volksschule und vor allem auch als neuen Sitz der Gemeindeverwaltung für 11.615 Gulden. 1905 wirde die Gewerbliche Fortbildungsschule für Schüler aus dem Schüpfer Grund eröffnet. Diese Schule wird 1934 wieder aufgelöst, während die landwirtschaftliche Berufsschule bis 1957 besteht. Nach dem Bau der katholischen Kirche St. Kilian 1957 wird der Schloßsaal nach Umbau als Turnhalle seiner Bestimmung übergeben. 1972 wird die bisher selbständige Gemeinde Unterschüpf in die Stad Boxberg eingegliedert. Das Schloß verliert damit seine Funktion als Rathaussitz. Die bis dato noch im Gebäude befindliche Grundschule wird ebenfalls aufgelöst. 1974 renoviert die Sparkasse Unterschüpf im Untergeschoß ihre nunmehr erweiterten Räumlichkeiten, ehe sie im Jahre 1987 anderweitig in Unterschüpf Unterkunft findet.

1978 beginnen die notwendigen Intstandsetzungsmaßnahmen an der nördlichen Dachseite durch die Stadt Boxberg, nachdem durch Baufachleute festgestellt wird, daß das Schloß sich in wesentlichen Teilen in sehr desolatem bzw. baufälligem Zustand befindet. Da kein Nutzungskonzept vorliegt, fehlt jedoch die Finanzgrundlage für eine sinnvolle Gesamtrenovierung. 1982 schlägt Landrat Georg Denzer Bürgermeister Franz Zipperle den Einbau der Sprachheilschule des Main-Tauber-Kreises im Schloß anstelle eines Neubaus vor. 1983 fasst der Kreistag des Main-Tauber-Kreises am 19. Dezember den Beschluß, dem sich der Stadtrat von Boxberg anschließt, den Umbau nach der Planung von Kreisbaumeister Hermann Vogt vorzunehmen. Damit war der Erhalt des herausragenden Baudenkmales im Schüpfer Grund gesichert.

1988 findet die offizielle Einweihung am 15. Januar durch Kultusminister Mayer-Vorfelder statt, verbunden mit einem Dorffest unter Beteiligung der örtlichen Vereine.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 49.5148, 9.6886