SchlossSigmundsherberg-Theras

Schloss Therasburg

Schloss Therasburg

Privatbesitz

Das Schloss Therasburg in Niederösterreich steht westlich der Stadtgemeinde Pulkau in der Kastralgemeinde Theras auf einem Bergrücken über dem Therasburger-Bach linksseitig des westlichen Pulkautals.

13. bis 15. Jahrhundert

Erste bekannte urkundliche Erwähnung ist 1327 als Ortlieb Zvendel von Teraczpurch. Am Ende des 14. Jahrhunderts fiel die Burg direkt den Grafen von Hardegg-Plain zu. Sie war Gut des Bertholds II, Burkhards III und Johanns II. 1430 ist Jan von Fladnitz als Burgpfleger der Grafen von Hardegg bezeugt. Raubritter Kratzer nutzte sie von 1473 für Streifzüge unter anderem auf den nahen Rittsteig.

16. bis 18. Jahrhundert

1523 wurde die Burg kaiserlich erobert. 1574 baute sie der Ritter Jakob von Raming, Oberst, zu einem Renaissanceschloss um. 1645 wurde sie im Laufe des Dreißigjährigen Krieges von schwedischen Truppen unter General Lennart Graf Torstensson zerstört. 1674 kam Georg Julius Freiherr von Gilleis, eben falls Besitzer von den Herrschaften Missingdort und Kattau in den Besitz von Therasburg.

19. bis 20. Jahrhundert

1823 ist Joseph Graf von Gilleis als Besitzer aufgeführt. Der letzte aus dem Geschlechte der Gilleis, Julius von Gilleis, verpachtete und verkaufte später Therasburg an seinen Schwiegersohn Reichsgraf Hermann von Attems, Freiherr von Heiligenkreuz. 1842 wurde das etwa 150 Jahre nicht bewohnte Schloss wiederhergestellt. Bei der Umgestaltung ließ Hermann Eduard Graf von Attems-Heiligenkreuz den Turm neu eindecken und das 2. Stockwerk des Hauptgebäudes abtragen. 1893 von Maximilian Graf von Attems-Gilleis restauriert. mit neuem Erker und neu aufgebauten zweiten Schlossturm. Am 6. Juli 1903 fand beim Waldhäuschen die Exkursion des Niederösterreichischen Forstvereines statt. Während des Zweiten Weltkrieges waren hier wie auch in Schloss Horn, Schloss Rosenburg und mehr als zehn anderen Orten die Bestände der Universitätsbibliothek der Universität Wien sowie die wichtigen Nachschlagewerke des Katalogzimmers der Österreichischen Nationalbibliothek – die übrigen Bücher verteilt auf andere acht Orte – untergebracht.

Beschreibung+

Therasburg besteht aus einer Steinbrücke mit Resten der ehemaligen Zugbrücke über Wehrgraben, einer zweigeschössigen Hauptburg mit rundbogigen Portal mit Umrahmung aus weißem Sandstein sowie separatem Turm. Das Gebäude steht per Bescheid des Bundesdenkmalamtes unter Denkmalschutz. Von der ehemaligen Toreinfahrt ist der spitzbögige Fussgängerzugang erhalten und man erkennt an Details, dass eine ehemalige Zugbrücke existierte. Über den Halsgraben, der vermutlich als ehemaliger Steinbruch für die Burg genutzt wurde, führt heute eine zweibögige Brücke. Im Tal wird es umflossen vom Therasburger Bach, einem direkten Zubringer der Pulkau.

Forstwirtschaft+

Die Bewirtschaftung geschah früher im Plenterbetrieb im Gegensatz zum heutigen Entnahme von Börkenkäfer geschädigten Flächen, Dürrlingen, Wind- und Schneebrüchen. 1897 wurde eine erste Forsteinrichtung durchgeführt: Die vorherrschende Holzart im Hochwald war die Weisskiefer, dann die Fichte, horstweise auch Tanne, eingesprengelt Eiche, Linde, Birke. Im Niederwald waren es Eiche, Linde, Birke und Salweide. Der Waldboden ist von mittlerer Qualität Verwitterungsprodukt von Gneis und Schimmerschiefer. Große Flächen ehemaliger Äcker wurden um die Jahrhundertwende aufgeforstet. Zur Bepflanzung gab es eine eigene Baumschule.

Umgebung+

Benachbarte Burgen bzw. Schlösser sind die Ruine Nonneck bei Pulkau, Barockschloss Riegersburg, Schloss Fronsburg und Schloss Schrattenthal.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: Nr. 23832 Seering, Wien XVI, Hasnerstr. 101, G. g. 1924 / Public domain via Wikimedia Commons

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 48.7155, 15.7757