SchlossKlagenfurt am Wörthersee-Wölfnitz

Schloss Tentschach

Schloss Tentschach

Privatbesitz

Schloss Tentschach ist ein auf eine Burg aus dem 13. Jahrhundert zurückgehende, im 16. Jahrhundert in der heutigen Form entstandenes Schloss im Nordwesten der Kärntner Landeshauptstadt Klagenfurt am Wörthersee.

Das Geschlecht der Tentschacher ist von 1269 bis 1359 urkundlich fassbar. Um 1480 gelangte der Besitz an Wilhelm Rumpf von Wulroß, 1493 an Servatius Pibriacher. Die Familie Pibriacher ließ die Burg circa 1570 schlossartig ausbauen und verkaufte das Schloss 1582 an Hans Pruggmayer. 1689 gelangte es an Graf Attems, der es an den Propst von Tainach, Ludwig Kließ, weitergab. Später gelangte es an die Familie Kaiserstein. Über Philippine von Kaiserstein, die Georg Göschen ehelichte, gelangte es an die Familie Goschen.

Baubeschreibung+

Das Schloss hat einen rechteckigen Grundriss und hat an drei Ecken mächtige Rundtürme. Es ist dreigeschoßig. Der Innenhof ist annähernd quadratisch, etwa 1700 erhielt er Arkaden: Pfeilerarkaden im Erdgeschoß, darüber Pilaster, die zu den Basen der Obergeschoßarkaden reichen. Letztere wurden im 19. Jahrhundert verglast. An der Außenseite wurde Mitte des 19. Jahrhunderts unter dem Dachsaum ein neoromanischer Bogenfries angebracht. An der Nordostecke fehlt der Turm, die Gebäudetrakte stoßen hier unorganisch ineinander. Dieser Teil wird als der älteste der Anlage angesehen.

Das Rundbogenportal befindet sich in der Mitte des Osttraktes, über ihm ein vieleckiger Erker mit Pilastern. An den Ecken befinden sich Rundbogenfenster und Familien: links das der Goschen, in der Mitte Kaiserstein, rechts ein leerer Wappenschild mit der Inschrift: wer Tentschach einmal erbt, der hat's und hier ist für sein Wappen Platz. Die Fenster sind mit Butzen- und Wappenscheiben aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, die von Jakob Wald geschaffen wurden. Das Dach ist teilweise mit Steinplattln gedeckt, auf ihm befindet sich ein kleiner, hölzerner Uhrturm.

In der Halle im ersten Stock befinden sich weitere Wappen der Kaiserstein sowie Portraits der früheren Besitzer. Von der teils kostbaren Einrichtung ist der Rundtisch des Speisezimmers mit drei Metern Durchmesser erwähnenswert. Die Räume im zweiten Stock sind zum Teil mit Stuckdecken aus dem späten 17. Jahrhundert und mit kostbaren Türen ausgestattet.

Im Erdgeschoß des Nordostturms befindet sich die 1700 dem heiligen Nikolaus geweihte Kapelle. Über dem Eingang befindet sich ein vorromanischer Architrav. Dieser zeigt vier von Kreisen eingefasste Kreuze. Der Altar ist prunkvoll und säulenlos, er stammt von etwa 1710: das Hauptbild zeigt die heilige Familie, das Aufsatzbild Gottvater. Die Bilder sind von reichen Akanthusranken umrahmt. In den Maßwerkfenstern befinden sich neugotische zweiteilige Glasgemälde mit Ornamenten sowie Wappen der Familien Pibriach, Grössing, Gera, Pruggmayer, Kaiserstein und Goschen.

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Quelle: Wikipedia · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Bild: http://www.wehrbauten.at/ktn/kaernten.html

Die Beschreibung stützt sich auf die im verlinkten Wikipedia-Artikel belegten Fakten; Wikipedia-Inhalte stehen unter CC BY-SA 4.0. Formulierung und Bearbeitung: Mobile Geschichte.

Lage: 46.6827, 14.2603